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Benetton mit Rekordverlust

Der italienische Modekonzern Benetton hat das Jahr 2017 mit einem Rekordverlust von 180 Mio. Euro abgeschlossen, berichten italienische Medien.

Schon in den Jahren davor gab es bei Benetton kräftige Verluste (2016: -81 Mio. Euro, 2015 -46 Mio. Euro). Der Umsatz fiel von 1,5 Mrd. Euro im Jahr 2015 auf 1,4 Mrd. Euro im Vorjahr und nunmehr 1,3 Mrd. Euro. Grund für den höchsten Verlust der Unternehmensgeschichte sind Abschreibungen aufgrund der laufenden Neuausrichtung. Im Dezember 2017 hatte Firmengründer Luciano Benetton wieder das Ruder übernommen. In seiner Funktion als Executive Chairman strebt der 83-Jährige, der sich 2012 aus dem Tagesgeschäft zurückgezogen hatte, »eine moderne Interpretation der Ursprünge von Benetton« an. Um den Umbau zu stemmen, schießt die Familie über eine Kapitalerhöhung 100 Mio. Euro an frischem Geld zu. »Wir sehen bereits Verbesserungen«, wird Marco Patuano, Präsident und CEO der Familienholding Edizione, in der italienischen Presse zitiert. In den Geschäften würde die neue Handschrift im Frühjahr/Sommer 2019 erkennbar sein.

Mit an Bord bei Benetton ist seit kurzem auch wieder der umstrittene, aber markenbildende Star-Fotograf Oliviero Toscani, der Benetton mit seinen kontroversen Werbekampagnen über viele Jahre begleitet hatte. Zum Einstand polarisiert er derzeit mit einem Bild von aus dem Mittelmeer geretteten Migranten.

Von: Manuel Friedl