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Auslandsgeschäft belastet Palmers

Palmers hat im Geschäftsjahr 2017/18 ein negatives operatives Ergebnis von knapp 2 Mio. Euro erzielt und wird auch heuer den Turnaround nicht schaffen.

Das Geschäftsjahr 2017/18 (per 31. Jänner) verlief für den österreichischen Wäschekonzern Palmers nicht nach Wunsch. Der Gesamtumsatz blieb zwar mit 64,5 Mio. Euro annähernd stabil (-0,3 %), das Vorsteuerergebnis drehte aber von +555.000 Euro im Finanzjahr 2016/17 auf einen Verlust von 2,0 Mio. Euro. Dank der Aktivierung latenter Steuern konnte ein Jahresüberschuss in Höhe von 708.000 Euro verbucht werden. Besonders negativ zu Buche schlug dabei das Ergebnis der deutschen Tochter mit Sitz in München, die ein negatives Jahresergebnis von -3,2 Mio. Euro erzielte. »Wie bei den anderen Textilien hat sich der Bodywear-Markt in den für die Gesellschaft relevanten Märkten tendenziell negativ entwickelt«, heißt es in den Erläuterungen zur Bilanz. »Der Umsatz in Österreich mit den eigenen Geschäften verringerte sich flächenbereinigt um 3,2 %.« Auch im wichtigsten Exportmarkt Deutschland lag man like for like unter dem Vorjahr.

Prognose für 2018/19

Negativ ist auch die Prognose für das aktuelle Finanzjahr: »Für das Geschäftsjahr 2018/19 wurde ein positives Ergebnis budgetiert, aus heutiger Sicht wird dieses jedoch nicht erreicht«, heißt es weiter. Palmers macht dafür »Sondereffekte in den Expansionen nach Tschechien und Slowakei« verantwortlich.

»Grundsätzlich sehen die Vorstände und Eigentümer das Unternehmen auf stabilem und erfolgreichem Kurs«, teilt der Vorstand mit. »Das österreichische Stammgeschäft ist klar positiv und stabil wachsend. Daher erwartet sich Palmers für das Geschäftsjahr 2018/19 ein operativ ausgeglichenes Ergebnis.«

Prognose für 2019/20

Für nächstes Jahr kündigt Vorstand Matvei Hutman außerdem ein neues Konzept an: »Palmers Home wird an über 25 Standorten in Österreich innerhalb der nächsten drei Jahre realisiert werden.« Nähere Informationen sollen folgen. Weitere notwendige Maßnahmen, wie Optimierungen in der Supply Chain, sollen nach ersten guten Erfolgen im nächsten Geschäftsjahr 2019/20 ihr volles Potential entfalten. Und noch heuer soll ein neuer Online-Shop und eine neue Social-Media-Strategie entwickelt werden.

Von: Manuel Friedl