Ausgabe 17/2018

Sporthandel:
Decathlon neu in Österreich

Easy Living:
Die neuen Herrenschuhe

Handel: Boomtown Parndorf

Dieser Tage ging in Parndorf ein neues Entertainment-Center in Betrieb. Gleichzeitig wurden schon die nächsten Projekte angekündigt: zwei weitere Einkaufszentren mit H&M, Merkur, Interspar & Co. Mitten in den weiten Feldern des Burgenlands liegt ein Dorf, das sich scheinbar völlig von der sonstigen Realität abgekoppelt hat. Mit dem McArthurGlen Designer Outlet Parndorf (36.500 m²), dem Fashion Outlet Parndorf (21.000 m²), dem Fachmarktzentrum Pado (11.000 m²), dem Pannonia Shopping Park (8.000 m²) und einer Mega-Filiale des Möbelhauses Lutz (20.000 m²) stellt das Einzelhandelsangebot von Parndorf längst so manche Landeshauptstadt in den Schatten: Eine Gemeinde mit nur 4.000 Einwohnern ist so zu einem der bedeutendsten Handelsstandorte des gesamten Landes geworden.


Order: Hot Order!

Die abgelaufene Ordersaison hat in der DOB die prinzipiellen Entwicklungen weiter gefestigt. Gefragt sind Anbieter mit scharfen Konturen und nachvollziehbaren Preisen. Jede Woche eine andere Welt wollte Tchibo mal präsentieren. Der Modehandel rückt diesem Postulat immer näher. Wer Labels wie Ergon Mykonos, Soludos oder L’Agence nicht kennt, muss kein schlechtes Gewissen haben. In den letzten vier, fünf Saisonen erfreute sich die DOB über so viele »Neuerscheinungen«, wie in den letzten zehn Jahren nicht. Für Händler und Einkäufer ist die Suche nach dem richtigen Markenmix heute nicht nur spielentscheidend, sondern sie wird auch immer schwieriger.


Sport: Jeden Tag günstige Preise

Schon seit zwei Jahrzehnten ist Decathlon das Schreckgespenst der Sportartikelhändler. Jetzt ist der preisaggressive Franzose tatsächlich damit einem radikal anderen Konzept. Decathlon setzt jährlich 11 Mrd. € um und ist nach eigenen Angaben der größte Sportartikelhändler der Welt. Beeindruckend an der globalen Kette ist nicht nur die Größe, sondern auch das rasche Wachstum. 2005 waren es noch 300 Filialen – heute sind es 1.400 in 46 Ländern. Das Erfolgsrezept dürfte u. a. in der weitgehend vertikalen Struktur liegen. 85 % des Sortiments kommt aus eigener Produktion. 180 Produktdesigner und 600 Ingenieure entwickeln 3.000 neue Produkte pro Jahr.


Schuhe: Cool geerdet

Easy living – easy going: Die Casualisierung der Männermode schreitet voran und macht vorm Schuhwerk nicht halt. Fauxpas oder Statement? Jedem, wie's ihm gefällt! Rückblickend war's im Handel mit Schuhen kein gutes Frühjahr. »Den Herrenbereich hat's am meisten getroffen. Diese Saison war nicht die florierendste – egal, ob beim Billigheimer oder im hochwertigen Segment«, weiß Handelsagent Eckart Latzer. Einerseits schuld – no na – die Wetterkapriolen. Von Winterboots schnurstracks in Pool-Slides könnte man überspitzt formulieren. Ein nachfragebedingter guter Lagerabbau bei Halbschuhen schaut jedenfalls anders aus. Andererseits: An fehlenden modischen Impulsen kann's nicht gelegen sein – wohl kaum zuvor war die Schuhmode für Männer so vielfältig aufgestellt. Oder ist genau das die Krux an der Sache?

Dateien: