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Aus für Göttin des Glücks

Nach der Insolvenz stellt das österreichische Fair-Fashion-Label Göttin des Glücks seinen Geschäftsbetrieb ein.

Zwei Jahre lang kämpften die Betreiberinnen des österreichischen Fair-Fashion-Vorreiters Göttin des Glücks ums Überleben. Bereits Anfang März musste das Modelabel Insolvenz anmelden. Nun wurde auf der Unternehmens-Homepage das endgültige Aus verkündet. Zuletzt sollte das Label, das bisher als GmbH arbeitete, durch die Gründung einer Genossenschaft auf neue Beine gestellt werden. Doch die erforderlichen 200.000 Euro konnten nicht aufgebracht werden.

Hintergrund

Das vor zehn Jahren von der Quereinsteigerin Lisa Muhr gegründete Label betrieb fünf eigene Geschäfte sowie einen Onlineshop und belieferte außerdem zahlreiche Wholesale-Kunden. »In der Modebranche ist es nicht leicht, die richtige Betriebsgröße zu erreichen. Es funktioniert im ganz kleinen oder im ganz großen. Dazwischen ist es fast unmöglich, zu existieren«, schreibt Geschäftsführerin Muhr. Außerdem habe man auch unternehmerische Fehler gemacht. Zuletzt etwa floppte ein Shop im ersten Wiener Gemeindebezirk. Die Verbindlichkeiten wurden zum Zeitpunkt der Anmeldung der Insolvenz mit rund 660.000 Euro beziffert, das Vermögen hat einen Buchwert in Höhe von 335.000 Euro.

Von: Manuel Friedl