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Auch Hallhuber wackelt

Gerry Weber verhandelt über einen Verkauf des defizitären DOB-Filialisten.

Nach der Insolvenz von Gerry Weber wackelt auch die Tochter Hallhuber gehörig. Wie Gerry Weber am 7. Februar mitteilte, wird derzeit mit einem Investor über den Verkauf von Hallhuber verhandelt. Der Investor solle über eine Brückenfinanzierung auch den fortlaufenden Geschäftsbetrieb von Hallhuber bis auf Weiteres sicherstellen, heißt es in der Mitteilung weiter. Gerry Weber hatte wenige Wochen vor Insolvenzeröffnung mit der Mitteilung für Überraschung gesorgt, aufgrund der schlechten Geschäftsentwicklung bei Hallhuber zusätzliche Wertberichtigungen von bis zu 40 Mio. Euro vornehmen zu müssen. Der 2015 zugekaufte Münchner DOB-Filialist galt lange als die große Zukunftshoffnung des Konzerns. Doch trotz einer rasanten Expansion – Hallhuber verfügt bereits über mehr als 400 eigene Geschäfte und Shop-in-Shops – kämpfte das Konzept mit sinkender Produktivität und blieb nachhaltig in der Verlustzone. Im Geschäftsjahr 2016/17 etwa stieg der Umsatz um 6,1 % auf 194,3 Mio. Euro. Like-for-like gingen die Verkaufserlöse jedoch um 3,5 % zurück. Dabei wurde ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von - 2,5 Mio. € erwirtschaftet. 2015/16 lag das Minus sogar bei 4,5 Mio. Euro. Für 2017/18 liegen noch keine Zahlen zur Geschäftsentwicklung vor.

Von: Manuel Friedl