Business

Ahlers sieht Sanierung als abgeschlossen

Die deutsche HAKA-Gruppe Ahlers zeigt sich mit dem Geschäftsjahr 2018/19 trotz deutlicher Umsatzrückgänge zufrieden. Das Ergebnis hat sich klar verbessert, bleibt aber negativ.

»Wir haben unser Maßnahmenpaket zur Ertrags- und Effizienzsteigerung abgeschlossen«, erklärt Dr. Stella Ahlers anlässlich der Vorlage der Bilanz für das Geschäftsjahr 2018/19 (per 30.11.). »Läuft alles weiterhin planmäßig, sollten wir im laufenden Geschäftsjahr auf der Ergebnisebene EBIT in die Gewinnzone zurückkehren.«

Geschäft mit Herrenhosen stabil

Das Berichtsjahr war freilich noch von Umstrukturierungen geprägt. Die Beendigung des Geschäfts mit Jupiter-Jacken sowie mit Damenhosen der Marken Pierre Cardin und Pioneer führte zu einem erwarteten Umsatzrückgang von insgesamt 6 Mio. €. Doch auch im verbliebenen Geschäft gingen die Umsätze um 10 Mio. € zurück. Davon entfiel die Hälfte auf Anzüge, Sakkos und Outdoor-Jacken, was Ahlers als Folge der Casualisierung einordnet. Nahezu stabil entwickelten sich die Umsätze mit Jeans und Hosen der Marken Baldessarini, Pioneer und Pierre Cardin. Insgesamt sank der Konzernumsatz so um 7,2 % auf 207,0 Mio. €. Einen Lichtblick bildete hier das Österreich-Geschäft gemeinsam mit der Schweiz. »Durch Neukundenakquise« seien die Verkäufe in diesen beiden Ländern zusammengenommen um 4,2 % gewachsen, heißt es im Jahresbericht.

Auf der anderen Seite zeigten die Maßnahmen zur Kostensenkung ihre Wirkung. So wurde etwa beim Personalaufwand 7,5 % eingespart. Das EBIT nach Sondereffekten verbesserte sich somit klar auf - 2,4 Mio. € (Vorjahr: - 6,4 Mio. €). Das Konzernergebnis verbesserte sich ebenso deutlich von - 7,0 auf - 3,7 Mio. €.

Weitere Rückgänge erwartet

Durch den Verkauf nicht betriebsnotwendiger Vermögenswerte wurde die Nettoverschuldung auf 12,5 Mio. € mehr als halbiert, die Eigenkapitalquote auf 57,4 % (VJ: 53,1 %) verbessert.  

Für das laufende Geschäftsjahr wird abermals ein leichtes Umsatzminus erwartet, wobei für die fortgeführten Aktivitäten ein kleines Plus eingeplant ist – vor allem im Premium-Segment mit den Marken Baldessarini, Pierre Cardin und Otto Kern. Das Ergebnis sollte sich deutlich verbessern.

Von: Manuel Friedl