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Ahlers AG: Durch Sparmaßnahmen in die Gewinnzone

Aus den aktuellen Zahlen der Ahlers AG geht hervor, dass sie im dritten Quartal 2018/19 einen deutlichen Gewinnvorsprung gemacht haben.

Der Herforder Bekleidungskonzern Ahlers AG veröffentlichte am Montag seine Zwischenbilanz. Daraus geht hervor, dass die Mitte September veröffentlichten Zahlen bestätigt wurden. »Die Geschäftsentwicklung bewegt sich nach den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2018/19 am oberen Rand unserer Planungen. Insbesondere das dritte Quartal von Juni bis August zeigt, dass wir die richtigen Schritte eingeleitet haben«, sagt die Vorstandsvorsitzende Dr. Stella A. Ahlers bei Vorlage der Neunmonats-Bilanz 2018/19. Demnach ging der Umsatz zwar erneut zurück, was aber vor allem strategischen Maßnahmen geschuldet war. 

Sparmaßnahmen machen sich bezahlt

Der Konzernumsatz des dritten Quartals 2019 ging in erster Linie durch die geplante »Aufgabe von Aktivitäten« - wie etwa der Einstellung des Labels Jupiter Sportswear und des Damenmodesegments von Pierre Cardin - um 5,1 % auf 54,3 Mio. € zurück. Die Rohertragsmarge lag mit 51,9 % auf Vorjahresniveau (52,1 %).  Die Sparmaßnahmen des Konzerns machen sich sofort bemerkbar. Die Betriebskosten fielen geringer aus als im Vorjahr und es mussten dieses Mal keine Sonderaufwendungen verbucht werden. Der Nettogewinn hoch: Das Konzernergebnis erreichte 2,1 Mio. €, nachdem es im Vorjahresquartal lediglich 0,6 Mio. € betragen hatte.

»bewusste Aufgabe von Aktivitäten« belastet Umsatz

Der Umsatz der ersten neun Monate 2018/19 ging um 5,0 % auf 159,6 Mio. € zurück (Vorjahr 168,0 Mio. €). Auch hier spielte die »bewusste Aufgabe von Aktivitäten« eine entscheidende Rolle. In Deutschland und dem westeuropäischen Ausland sank der Umsatz im Neunmonatszeitraum jeweils um 6,2 %.  Ein leichtes Plus erzielte Ahlers in der Region Osteuropa, wo der Umsatz um 0,6 % anstieg.

Die Umsätze des eigenen Retails legten vor allem nach der Übernahme von russischen Stores durch die Ahlers RUS um 4,9 %zu. Damit stieg der Anteil des eigenen Retail am Gesamtumsatz auf 14,9 % (Vorjahr 13,7 %). Flächenbereinigt gingen die Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht um 1,1 % zurück. 

Positiv entwickelte sich das Onlinegeschäft, welches um kräftige 16,5 % anstieg. Auch der Verkauf von Denims aller Marken verlief erfreulich. Allen voran konnte Baldessarini seine Jeansumsätze um 3,7 % steigern.

Zurück in die Gewinnzone

Vorstandschefin Stella Ahlers ist zufrieden. In einer Mitteilung des Konzerns teilt sie mit: »Nach den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2018/19 bewegt sich die Geschäftsentwicklung am oberen Rand unserer Erwartungen. Insbesondere das dritte Quartal von Juni bis August 2019 zeigt, dass wir die richtigen Schritte eingeleitet haben. Das Maßnahmenpaket zur Effizienzsteigerung wirkt und die Kosten sinken signifikant.« Im Jahr 2020 will Ahlers in die Gewinnzone zurück, wenn »alle geplanten Maßnahmen« greifen.

 

 

Von: Márcia Neves