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Adidas prognostiziert Gewinnsprung

Der Herzogenauracher Sportartikler Adidas geht trotz des derzeit schwächelnden Westeuropageschäfts für das laufende Geschäftsjahr von einem Gewinnanstieg von bis zu 20 % aus.

Nach dem dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres geht der Sportartikelkonzern Adidas für das Gesamtjahr davon aus, dass die Erlöse währungsbereinigt zwischen 8 und 9 % zulegen werden. Bisher hatte man angenommen, dass es zu einem Plus von 10 % kommen wird. Grund hierfür ist das Business in Westeuropa, das schlechter gelaufen ist als prognostiziert. Der Gesamtgewinn wird laut Adidas im Vergleich zum Vorjahr allerdings deutlich steigen: um 16 bis 20 % auf bis zu 1,72 Milliarden Euro. Hier war man bislang von insgesamt maximal 1,68 Milliarden Euro ausgegangen. Das freut die Analysten jedenfalls. Die Anleger reagierten angesichts der aktuellen Geschäftszahlen und Prognosen dagegen eher mit Skepsis: Die Adidas-Aktie sank um 3,5 % und war damit großer Verlierer im Dax.

3. Quartal 2018

Im dritten Quartal 2018 stiegen die Umsätze von Adidas um 8 % auf 5,87 Milliarden Euro - etwas weniger als von den Analysten prognostiziert. Besser sieht es da bei den Gewinnzahlen aus: Der Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft wuchs um 19 % auf 656 Millionen Euro, vor allem dem guten Geschäft in den USA und China geschuldet. Auch die Rendite habe sich stark verbessert, obwohl Adidas deutlich mehr Geld für Marketing ausgegeben habe, so Vorstandschef Kasper Rorsted. Die Bruttomarge lag im dritten Quartal bei 51,8 % (Vorjahr: 50,4 %), im Gesamtjahr soll sie bei bis zu 51,4 % (VJ: 50,4 %) liegen.

»Wir haben im dritten Quartal erneut qualitativ hochwertiges Wachstum erzielt. Die Umsatzsteigerung ist auf zweistellige Zuwächse in unseren strategischen Fokusbereichen Nordamerika, China und E-Commerce zurückzuführen«, so Rorsted.

Kummer bereitet dem Adidas-Konzern nach wie vor die Tochtermarke Reebok: Ihre Umsätze verringerten sich im dritten Quartal 2018 um 5 %. Zuwächse bei den Classics konnten die Rückgänge im Trainings- und Laufsegment nicht wieder gut machen.

Von: Christiane Marie Jördens