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Adidas kommt mit Produktion nicht nach

Adidas hat ein Luxusproblem: Der weltweit zweigrößte Sportartikelhersteller kann nicht so viel produzieren, wie die Kunden haben wollen.

Auf 200 bis 400 Mio. € Umsatz muss der deutsche Konzern deshalb heuer voraussichtlich verzichten, räumte Vorstandschef Kasper Rorsted bei der Bilanzpräsentation für 2018 ein. Im Jänner trennte sich Adidas deshalb auch vom für die Beschaffung zuständigen Vorstand Gil Steyaert. 2018 wuchs Adidas wechselkursbereinigt um 8 % auf 21,9 Mrd. €. Der Nettogewinn aus dem fortgeführten Geschäft kletterte um 20 % auf 1,7 Mrd. €. »Das war mit Abstand das beste Jahr in der Geschichte von Adidas«, berichtet Rorsted. Weitere Highlights: Das Online-Geschäft legte um 36 % auf rund 2 Mrd. € zu. Und erstmals seit vielen Jahren schrieb auch die Tochter Reebok schwarze Zahlen.

Für heuer wird ein wechselbereinigtes Umsatzwachstum von 5 bis 8 % erwartet – trotz der beschriebenen Nachschubprobleme, ohne die noch bis zu 2 % mehr drin sein könnten, wie der Vorstandschef bedauert. Und noch etwas schmerzt Rorsted: In Europa stagnierte der Konzern im Vorjahr, und auch der Jahresbeginn 2019 wird am Stammmarkt als »schleppend« beschrieben.

Von: Manuel Friedl