LVMH möchte auf US-Markt expandieren

Am Montag, 29. Oktober 2019, gaben der Luxusgüterkonzern LVMH und der amerikanische Juwelier Tiffany bekannt, dass seitens LVMH Interesse an einer Übernahme bestehe.

Bezüglich erster Vorgespräche für eine solche Übernahme sandte LVMH lediglich eine kurze Stellungnahme aus: Es gebe einleitende Diskussionen bezüglich einer »möglichen Transaktion«, damit sei allerdings keineswegs gesagt, dass ein Deal unter Dach und Fach sei. Dennoch stieg daraufhin der Kurs des Edeljuweliers Tiffany am Montag sofort stark an. Tiffany wird aktuell mit einem Wert von zwölf Milliarden Dollar (10,8 Mrd. €) bemessen. Der Edeljuwelier bekam in letzter Zeit bereits zu spüren, dass chinesische Touristen in den USA weniger Geld ausgaben. Auch der Handelskonflikt zwischen China und den USA macht dem Juwelier laut Experten zu schaffen. Der über siebzig Marken starke LVMH-Konzern ist an der Börse rund 20-mal so viel wert wie der US-Juwelier. Tiffany lässt verlautbaren, dass man ein Angebot von 120 Dollar pro Aktie auf dem Tisch liegen habe, was einem Offert von rund 14,5 Milliarden Dollar entspricht. LMVH könnte mit der Übernahme von Tiffany seine Schmucksparte stärken und in den USA mit einem großen Schritt expandieren. 

Das Angebot sei eine Kampfansage an die Konkurrenz wie Kering und den Schweizer Konzern Richemont, zu dem Cartier gehört, so die BBC. Denn auch Kering und Richemont versuchten, in der Schmucksparte zu expandieren. Beispielsweise kaufte Richemont den italienischen Juwelier Buccellati. Doch die geplante Übernahme von LVMH ist laut Experten der Investmentbank Jefferies von größerer Tragweite: »Tiffany ist möglicherweise die größte Beute und die einzige globale US-Luxusmarke. «

Von: Anja Beuning