Baselworld startete Transformationsprozess

Das Jahr 2019 wurde schon vorab als Übergangsjahr des Wandels tituliert und in der Tat so gelebt. Weitere tiefgreifende Veränderungen sollen in den nächsten drei Jahren folgen.

Der neue Messeleiter Michel Loris-Melikoff und sein Team sind ausgesprochen engagiert und umsichtig an den notwendigen Transformationsprozess der Baselworld herangegangen, beschreiten weiter neue Wege und eröffnen Visionen.

Die diesjährige Baselworld konnte mit ihren 520 Ausstellern zwar nicht an die ehemals glanzvollen Zeiten gefüllter Hallen und größtmöglicher Diversität anknüpfen und entsprechend sanken die Besucherzahlen um 22% gegenüber 2018, allerdings wehte der Wind der Veränderung durch die Hallen und zahlreiche der verbliebenen ausstellenden Marken berichteten abschließend von guten Geschäftsabschlüssen.

Heuer befand sich beispielsweise in der Halle 1.2 eine große Show-Plaza, die Platz für Jewellry-Shows, öffentliche Diskussionen zu branchenrelevanten Themen und Raum für B2B-Gespräche im angrenzenden, attraktiven Catering-Bereich bot. Die Halle 1.0 zeigte am augenscheinlichsten eine neue Struktur, die sich für die Folgejahre allerdings noch einmal ändern könnte. Vor allem aber öffnete sich Michel Loris-Melikoff für die Anliegen der Aussteller. Die Baselworld ging schon im Vorfeld verstärkt in die direkte Kommunikation mit diesen, zeigte sich offen gegenüber neuen Ideen und Bedürfnissen ihrer Kunden und präsentierte ihnen auf der Messe die weitergehenden Visionen für die kommenden Jahre: Die Baselworld soll zur wichtigsten Community der Uhren- und Schmuckindustrie ausgebaut werden und sich von einer klassischen Messe zu einer Experience-Plattform entwickeln. Ein erklärtes Ziel sei dabei, allen – und das wurde mehrfach betont – Teilnehmern der Branche eine ganzjährige digitale Plattform mit zahlreichen Informations-, Service- und Netzwerktools zu bieten. Vertreter der Uhren- und Schmuckindustrie, Edelsteinhändler und Unternehmen, die technisches Zubehör anbieten, sollen ebenso wie Journalisten, Blogger und Influencer sowie Händler und Sammler ganzjährig im Rahmen einer digitalen Baselworld als auch einmal im Jahr vor Ort miteinander kommunizieren und Handel treiben können. Damit einhergehend werde auch das Hospitality-Programm weiter ausgebaut.

Schon die Baselworld 2020 werde zahlreiche Neuerungen wie neue Event- und Experience-Areas präsentieren. Außerdem siedelten, laut Messeorganisation, die Edelsteinbranche sowie Smartwatches und Wearables 2020 beispielsweise in die Halle 2.0 um. Insgesamt habe man sich ein Zeitfenster von drei Jahren gesetzt, um den Wandel der Baselworld Schritt für Schritt zu vollziehen und die Messe den veränderten Marktbedingungen anzupassen. „Nicht alles ist zugleich bewältigbar“, erklärte Loris-Melikoff auf der Abschluss-Pressekonferenz. Doch das erste Veränderungen bereits umgesetzt, des Weiteren leidenschaftlich angestrebt und definiert sind, konnte er glaubhaft vermitteln. Mehr dazu und zu den Trends und Neuheiten auf der Baselworld 2019 lesen Sie untenstehend und ausführlich in der kommenden Ausgabe des uhren & juwelen!

Die nächste Baselworld findet vom 30. April bis zum 5. Mai 2020 statt.

Von: Anja Beuning