Business

Primark kannibalisiert sich

Der irisch-britische Textildiskonter Primark expandiert weiter rasant, spürt aber zunehmend die negativen Auswirkungen der Expansion.

»Nach der Eröffnung neuer Stores sind die Umsätze in den bestehenden Stores zurückgegangen, weil die Konsumenten näher an ihrem Heimatort kauften anstatt große Wegstrecken zurückzulegen, wie wir es am Anfang unserer Tätigkeit gewohnt waren«, heißt es im jüngsten Quartalsbericht über Märkte wie Deutschland und die Niederlande, in denen Primark bereits mit einer Vielzahl von Stores vertreten ist. Alleine in Deutschland wurden im vergangenen Geschäftsjahr sechs neue Läden eröffnet. Deshalb will man sich nun verstärkt auf neue Märkte stürzen.

Neue Märkte

Soeben wurde in Boston der erste Standort in den USA eröffnet (Bild), weitere sechs Stores im Land sind bereits fixiert. Für nächstes Jahr kündigte Primark den Markteintritt in Italien an. In Österreich wird als nächstes eine Neueröffnung in der PlusCity in Pasching erwartet, voraussichtlich im März 2016. Für das im September zu Ende gehende Geschäftsjahr erwartet Primark ein Umsatzplus von 8 % (flächenbereinigt: +1 %). Die operative Marge werde aufgrund höherer Reduzierungen und des starken US-Dollar unter jener des Vorjahres liegen, heißt es seitens Primark.


Von: Manuel Friedl

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