Huber Holding: CEO Zieger geht

Huber Holding: CEO Zieger geht

Marcus DEAK/Huber Holding
Martin Zieger, CEO der Huber Holding
Martin Zieger, CEO der Huber Holding

Wie die Huber Holding gestern bekannt gab, hat CEO Martin Zieger das Unternehmen verlassen. Seine Position übernimmt nun Robert Ng.

Der Vorarlberger Wäschekonzern Huber kommt nicht zur Ruhe. Nach nicht einmal zwei Jahren an der Spitze verabschiedet sich Martin Zieger »aufgrund unterschiedlicher Auffassungen über die künftige strategische Ausrichtung der Gruppe« mit sofortiger Wirkung, wie es in einer offiziellen Pressemitteilung heißt. Als neuer CEO der Huber Holding AG firmiert nun der malayisch-chinesische Textilindustrielle Robert Ng, über seine Benger Brands Limited gleichzeitig bereits seit vielen Jahren Haupteigentümer der Huber Gruppe. Die in Hong Kong firmierende Benger Brands hatte sich 2005 an Huber beteiligt und ihren Anteil bis 2010 schrittweise auf 100 % erhöht. Die Entscheidung von Robert Ng, die Führung von Huber nun selbst in die Hand zu nehmen, sei »ein klares Bekenntnis zu den beträchtlichen Chancen, die er für die Gruppe sieht«, heißt es in der Mitteilung. Wie die APA berichtet, soll der 59-Jährige in Kürze seinen Wohnsitz nach Vorarlberg verlegen.

Hohe Fluktuation in der Führungsriege

Die Umstände von Ziegers Abschied folgen einem bekannten Muster: Ziegers Vorgänger, Micha Siebenhandl, hielt sich nur ein halbes Jahr an der Unternehmensspitze und teilte zum Abschied mit, er vermisse die Rückendeckung des Eigentümers bezüglich seiner Investitions- und Expansionspläne. Siebenhandls Vorgänger wiederum, Mathias Boenke, führte »unterschiedliche Vorstellungen über Strategie und Positionierung« der Firma als Grund für seinen Abschied an. Auch bei anderen Führungsposten im Konzern ist die Fluktuationsrate bemerkenswert hoch. Zieger war vor seiner Tätigkeit für Huber u. a. CEO von Hunkemöller, Geschäftsführer von Charles Vögele Österreich sowie Vorstand bei Palmers. Ein Neuzugang wird indessen für den Aufsichtsrat vermeldet: Mit Felix Sulzberger wurde der langjährige CEO von Mitbewerber Calida gewonnen.

Der Umsatz der Huber Holding ist in den letzten Jahren stark gewachsen, u. a. durch den Zukauf der Marke Hom. Im Jahr 2016 stieg der Umsatz um 4,6 % auf 136 Mio. €. Zur Ertragslage heißt es von Unternehmensseite nur, man befinde sich in der Gewinnzone. Zuletzt wurde intensiv an der Neupositionierung der Marke Huber und der Huber Shops gearbeitet.
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