Führungswechsel bei Versace

Führungswechsel bei Versace

Daniel Kalker/dpa/Picturedesk
Versace Boutique, Mailand (Italien)
Versace Boutique, Mailand (Italien)

Während CEO Gian Giacomo Ferraris geht, nimmt Jonathan Akeroyd seinen Platz bei Versace ein.

Der neue Chef von Versace kommt direkt von Alexander McQueen, wo er zwölf Jahre lang arbeitete. Mit Akeroyd an der Spitze möchte Versace internationaler werden, so heißt es.

Unklar bleibt indes, warum Ferraris den Konzern verlassen hat. Er hatte sich für den Einstieg des Fonds Blackstone bei Versace im Jahr 2014 eingesetzt und arbeitete auch an einem Börsengang der Italiener, der 2017 kommen könnte. Wie die Mailänder Wirtschaftszeitung »Milano e Finanza« mutmaßt, könnte er zu Burberry wechseln und Christopher Bailey unterstützen, der momentan sowohl als CEO als auch als Creative Director des Labels gleich zwei wichtige Posten inne hat.

Versace im GJ 2015

Die aktuellen Zahlen aus 2015 lassen Versace nicht schlecht dastehen: Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 17,5 % auf 645 Millionen Euro, wobei der Sektor E-Commerce um 31,2 % wuchs. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) kletterte um 19,9 % auf 81 Millionen Euro. Sämtliche Märkte von Versace meldeten für 2015 gute Zahlen: In China stiegen die Umsätze um 36,6 %, in Europa um 33 % und in Asien um 26,7 %.
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