Karriere

Luciano Benetton ist zurück

Der Benetton-Gründer übernimmt mit 82 Jahren erneut die Führung des italienischen Modekonzerns, der zuletzt enttäuschende Resultate lieferte.

»2008 hatte ich das Unternehmen mit 155 Mio. Euro Aktiva verlassen. 2016 meldete es Verluste von 81 Mio. Euro. Und dieses Jahr wird es noch schlimmer sein«, mit diesen Worten begründet Luciano Benetton seine Rückkehr an die Spitze der im Jahr 1965 von ihm gegründeten Modegruppe Der Aufsichtsrat des norditalienischen Unternehmens ernannte Benetton am 31. Jänner zum exekutiven Verwaltungsratspräsidenten anstelle des Managers Francesco Gori. Dieser bleibt als Aufsichtsratsmitglied aktiv.

Hintergrund

Im Jahr 2012 war Benetton aus dem Konzern ausgestiegen. Benetton ist derzeit in einer wirtschaftlich schwierigen Situation. Der Umsatz ging im Geschäftsjahr 2016 um fast 9 % auf 1,38 Mrd. Euro zurück. Der Nettoverlust erhöhte sich von 46 auf 81 Mio. Euro. Vor über einem Jahr war Alessandro Benetton, Sohn von Luciano Benetton, aus dem Board des Unternehmens ausgestiegen, weil er mit den Umstrukturierungsplänen für den Modekonzern, die sein Onkel Gilberto vorantreibt, nicht einverstanden war. Mehrere hundert Jobs wurden im Unternehmen gekürzt. Seit dem Abschied von Marco Airoldi im Frühjahr 2017 hat Benetton immer noch keinen CEO. Die Führungsaufgaben teilten sich der COO Tommaso Brusó und der nun scheidende Gori.

Von: Rainer Seebacher