Second Hand bekommt größere Online-PräsenzReselling
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Second Hand bekommt größere Online-Präsenz

Sellpy

Nachdem Nachhaltigkeit eigentlich immer vornehmlich ein Trend der Verbraucher war, springen jetzt immer mehr Fashion-Retailer auf den Zug mit Widerverkauf und Second-Hand-Kleidung auf.

Mittlerweile haben eine ganze Reihe großer Anbieter das Geschäft mit der gebrauchten Mode in die eigene Hand genommen. Die britische Branchen-Plattform hat erhoben, wer die wichtigsten Player sind.

Net-a-Porter

Gemeinsam mit dem Resell Service Reflaunt bietet Yoox Net-a-Porter Luxusartikel zu attraktiven Resell-Preisen an. Service wird hier großgeschrieben, denn Reflaunt begleitet Verkäufer von Anfang bis Ende, damit der Widerverkauf reibungslos funktioniert.Die kostenlose Abholung von den Kunden, digitale Produktauthentifizierung, Preisempfehlung und das Fotografieren der gebrauchten Ware sind im Service inbegriffen.

Harvey Nichols

Die britische Kaufhauskette Harvey Nichols arbeitet bereits seit August erfolgreich mit dem Resell Service Reflaunt zusammen. Darüber hinaus hat sich der Luxus-Retailer angekündigt, mit Kids O’Clock zu kooperieren, um eine Abgabestelle für den Wiederverkauf von Kinderkleidung zu eröffnen. Bei diesem Konzept können Verkäufer die gebrauchte Ware im Geschäft abgeben.

JD.com

Kürzlich hat der chinesische Onlinehändler JD.com eine eigene Resell-App namens Jing Zhi gelauncht. Benutzer können hier ihre gebrauchte Ware gegen sechs Prozent Provision an die Plattform verkaufen. Besonders beliebt ist die Kategorie Elektronik, es gibt allerdings auch einen kleinen Anteil an Luxus-, Mode- und Schönheitsprodukten.

Urban Outfitters

Auch Urban Outfitters gehen mit einer eigenen Wiederverkaufsapp auf den Markt. Nuuly Thrift ermöglicht es Kunden, Produkte jeder Marke wiederzuverkaufen, auch jene, die nicht von UO direkt angeboten werden. Verkäufer können ihre Einnahmen auf ihr Bankkonto überweisen lassen oder gegen Nuuly Cash einlösen.

Levi’s

Beim Jeansanbieter Levi’s können Kunden ihre alten Jeans zurückverkaufen. Je nach Qualität bekommt man für die getragenen Jeans eine Gutschrift zwischen 15 und 25 US-Dollar. Selbst Jeans, die nicht mehr für den Second-Hand Handel geeignet sind, entlohnt das Unternehmen mit 5 US-Dollar und recycelt sie mit dem Partner Renewcell.

Auch am heimischen Markt wird Reselling immer mehr zum Trend: Zalando startete im vergangenen Herbst mit seiner Pre-Owned-Schiene. H&M schickte seine Tochter Sellpy in Deutschland bereits im Juni 2020 an den Start – mit einem denkbar einfachen System. Hier müssen Kunden ihre ausgemusterte Mode nur in eine zur Verfügung gestellte Versandtasche stopfen. Diese ist vorfrankiert und wird einfach zurückgeschickt. Den Rest erledigt Sellpy, allerdings zu einem relativ hohen Tarif. Der Verkäufer erhält gerade einmal 40 Prozent des Verkaufspreises, ein Euro pro Artikel wird als Anzeigengebühr in Rechnung gestellt. Allerdings werden Stücke, die nicht verkauft werden können, recycelt. Sellpy erwirtschaftete vor dem Start in Deutschland am Heimatmarkt Schweden 20 Millionen Euro. Mit vergangenem Februar hat das Start-up auch den Schritt nach Österreich und in die Niederlande gemacht.

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