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Palmers
Screenshot: Palmers
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Vergangenes Jahr positionierte sich Palmers neu für ,eine Welt, die passt‘. Nun folgt der Schritt in die Fernsehwerbung – zum ersten Mal seit zehn Jahren.

Als »105-jähriges Start-up« kündigte das heimische Traditionsunternehmen vor ziemlich genau einem Jahr seine Marken-Neuausrichtung an. Der Claim »Eine Welt, die passt« sollte erklären, dass Palmers künftig »nicht mehr Werbung für Männer und Ehemänner machen«, sondern die Vielfalt von Frauen aufzeigen wolle. Schließlich gehe es auch um Produkte, die passen, betonte Vorstandschef Tino Wieser damals bei ­einer Pressekonferenz. Seit Sonntag ist die Kampagne zum ersten Mal auch im TV zu sehen. Und der Schritt in die Fernsehwerbung ist der erste seit einer Dekade.

Der Grund dafür ist jedoch für den Out-of-Home-affinen Konzern nicht Corona-bedingt, wie Palmers-Marketingleiterin Lisa Reisenberger auf Nachfrage erklärt. Der TV-Einstieg sei nach einem Jahrzehnt Abwesenheit von langer Hand geplant und fuße auf groß angelegter Marktforschung. Man freue sich vielmehr, dass man trotz ­der Ausnahmesituation das Go der Konzerneigentümer »für die größte ­Marketingkampagne von Palmers seit mehr als zehn Jahren« erhalten habe.

Havas Media reüssiert im Pitch

Umgesetzt wurde die 360-Grad-Kampagne, die vor allem Neukundinnen ansprechen soll, erneut von der ebenfalls 2019 gegründeten ­Inhouse-Agentur waroom, gemeinsam mit Obscura und Havas Media. Letztere konnte sich in einem Pitch um den Media-Etat durchsetzen, wie nun bekannt wurde. Bei Palmers baue man auf einer Markenbekanntheit von fast hundert Prozent auf, skizziert Agentur-Managing-Director Anke Ellmerer. Loyale Kundinnen seien ebenso entscheidend wie die neuen, etwas jüngeren Zielgruppen.

Die Kooperation mit waroom beschreibt ­Reisenberger indes als »sehr fruchtbar«. Aufgrund der kurzen Wege gelange man schneller ans Ziel. Auch die Neupositionierung vor einem Jahr erachtet sie heute als richtigen Schritt, der von den »Kundinnen äußerst positiv angenommen wurde«. Bereits 2019 habe man, flankiert durch die neue Marketing- und Mediastrategie, die Umsätze »deutlich steigern –können«.

Von: Nora Halwax

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