Krieg in der Ukraine: So reagiert die Branche
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Zahlreiche Unternehmen haben bereits Initiativen gestartet, um Solidarität mit den Menschen in der Ukraine zu zeigen sowie die vom Krieg direkt betroffenen zu unterstützen. Hier ein Überblick.

Giorgio Armani war im Rahmen der Mailänder Modewoche der einzige Designer, der den Krieg bei seiner Präsentation thematisierte. Zudem spendete das Unternehmen 500.000 Euro an UNHCR und vergab eine Kleiderspende an eine humanitäre Einrichtung, die die Textilien in den Grenzgebieten der Ukraine verteilt.

Die Luxusmarke Louis Vuitton hat eine Spende von einer Million Euro an das Kinderhilfswerk Unicef bekannt gegeben. Der Mutterkonzern LVMH hat außerdem weitere fünf Millionen Euro an das Internationale Rote Kreuz gespendet.

Adidas spendete eine Million Euro an verschiedene Hilfswerke, darunter die UNO-Flüchtlingshilfe, die deutscher Partner des UNHCR ist und vergab eine Sachspende an Bedürftige in der Ukraine, Polen, Moldavien und Ungarn.

Die 2008 von der Familie Eberhard, Birgit und Mark Bezner gegründete Olymp-Bezner-Stiftung hat 20.000 Euro für die Unterstützung von geflüchteten Kindern und Familien aus der Ukraine durch das SOS-Kinderdorf bereitgestellt. Die Spendengelder werden für die Evakuierung von Kindern und Familien, die Bereitstellung von Notunterkünften, Medikamenten und Hygiene-Artikeln, die Versorgung mit Nahrungsmitteln sowie die psychologische und medizinische Betreuung verwendet.

Das DOB-Label Marc Cain spendete 200.000 € an die Organisation »Save the Children«, die sich um ukrainische Flüchtlingskinder und ihre Familien kümmert. Dabei werden die Betroffenen nicht nur mit Hilfsgütern versorgt, sondern auch psychologisch betreut.

Umfangreiche Sachspendensammelaktionen organisierten das Womenswear-Label Riani und der Hosenspezialist Schera (Raffaello Rossi, Seductive). Beide Unternehmen nutzten die eigene Logistik, um die Spenden zu den Betroffenen zu bringen.

Bei Oui in München hat man im Headquarter eine Sachspenden-Sammelaktion gestartet, an der sich viele Mitarbeiter:innen beteiligt haben. Die Spenden wurden in das Kulturzentrum Gorod in der Arnulfstraße 197 in München gebracht und die eigene Community darüber informiert, welche Güter aktuell noch benötigt werden. Um sich dem Thema weiterhin zu widmen, wurde intern eine Taskforce gebildet, die Möglichkeiten zu helfen bespricht.

Das Label Lala Berlin hat eine »Peace-Edition« seines ikonischen Triangle Schals aus 100% Kaschmir designt. Das Accessoire wurde von Hand mit einer Taube bestickt, um »die Botschaft von Frieden und Liebe zu verbreiten«. Der gesamte Reinerlös geht an die Hilfsorganisation Be an Angel e.V., die sich für die nachhaltige Integration von Menschen mit Fluchtgeschichte einsetzt.

In Österreich hat die Firmengruppe der Familie Proft mit den Unternehmen Dollinger, h.moser Salzburg und Stapf ebenfalls eine Hilfsaktion gestartet. In Uschgorod in der Westukraine sind langjährige Produktionspartner ansässig, wodurch ein intensiver Kontakt mit der Ukraine besteht. Mit den wöchentlichen eigenen Warentransporten werden nun auch hier Hilfsgüter mitgeliefert. Zudem werden in allen Dollinger Filialen und den Online Shops der Unternehmen Spenden gesammelt, die von der Firmengruppe verdoppelt werden.

Und auch Seitens des Handels melden sich die Unternehmen mit Hilfsaktionen. Ein Beispiel ist das österreichische Modehaus Kutsam: Das Unternehmen spendet aus eigener Hand 30 warme Jacken und fordert seine eigenen Kunden auf, ebenfalls alte Jacken und Mäntel zu spenden. Diese werden an die Pfarre Neukematen übergeben, die seit vielen Jahren die Ukraine unterstützt. Gesammelt werden bis Ende März saubere, gut erhaltene warme Jacken. Als Dankeschön erhalten die Kunden einen 10€ Modegutschein, den Sie bis 30. April 2022 einlösen können.

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