Nachhaltigkeit: Kreislaufwirtschaft: Mode ge...
Nachhaltigkeit

Kreislaufwirtschaft: Mode gegen Wegwerfkultur

Modeschule Hallein
Design Georg Aldrian: Oberteil aus recyclebarem Refibra Stoff – Shorts aus 100% Baumwoll-Zutaten
Design Georg Aldrian: Oberteil aus recyclebarem Refibra Stoff – Shorts aus 100% Baumwoll-Zutaten

Die Modeschule Hallein und die Lenzing AG kooperieren, um mit nachhaltigen Designstrategien neue Recyclingprozesse zu finden.

Das Kolleg Modedesign und die Lenzing AG setzen mit ihrem gemeinsamen Projekt «Mode und die Kreislaufwirtschaft« auf die Wiederverwertung von Materialien, um Abfall und Verschmutzung auf ein Minimum zu reduzieren und das lineare Modell der Konsum- und Wegwerfgesellschaft abzulösen. Denn ganz im Sinne einer Zero-Waste-Philosophie setzen sich Konsumenten immer mehr mit den Auswirkungen von Fast Fashion auseinander und wollen sich an einer Kreislaufwirtschaft beteiligen.

Biologisch abbaubares Material

Die Studenten des Kollegs mit dem Schwerpunkt auf nachhaltige Designstrategien hatten die Aufgabe, neue Konzepte zu entwickeln, um Kleidung aus Baumwolle effektiv recyceln zu können. Neue Ansätze deshalb, da im Moment Kleidung aus Baumwolle fast ausschließlich mit Nähgarn aus Polyester verarbeitet wird und diese Nähte in Handarbeit vor dem Recycling mühsam entfernt werden müssen. Zum anderen war es Ziel des Projektes, innovative und moderne Kollektionen aus den Refibra-Stoffen der Lenzing AG zu entwickeln. Die Refibra™-Faser ist die erste Cellulosefaser, die neben Holz als Rohstoff zugleich auch Baumwoll-Recycling-Materialien verwendet.

Anspruch der kompletten Recycelbarkeit

Die Frage, wie man die Vorteile dieses geschlossenen Kreislaufs kommunizieren und dem Kunden vermitteln kann, steht im Fokus der Kollektionen. Michael Sellinger, Fachvorstand für Mode an der Modeschule Hallein, erklärt abschließend zum Projekt: »Mit neuer Kleidung geht auch eine Verantwortung einher. Die Verbraucher entscheiden, welche Kleidungsstücke verkauft werden, wie lange sie in Gebrauch sind, wie sie wiederverwendet und rezykliert werden – oder ob sie allzu früh auf einer Müllhalde landen. Als Modeschule wollen wir mit solchen Projekten einen Beitrag zu einer positiven, nachhaltigen Veränderung leisten und unsere Studenten speziell in diesem Bereich Know-how mit auf den Weg in Berufsleben geben.«

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