Hut ab: Modestaatspreis für Mühlbauer
Hut ab

Modestaatspreis für Mühlbauer

Xenia Snapiro
Preisträger Klaus Mühlbauer mit Moderatorin Miriam Hie und Jürgen Meindl, Leiter der Sektion Kunst und Kultur im Bundesministerium.
Preisträger Klaus Mühlbauer mit Moderatorin Miriam Hie und Jürgen Meindl, Leiter der Sektion Kunst und Kultur im Bundesministerium.

Die Hutmanufaktur Mühlbauer besteht seit 1903 und gilt als Wiener Institution. Nun wurde das Familienunternehmen mit dem outstanding artist award für experimentelles Modedesign des BMKÖS ausgezeichnet.

Vergangene Woche wurden die Sieger der Austrian Fashion Awards 2022 für die besten österreichischen Nachwuchsdesignerinnen vor 400 Besuchern im MAK präsentiert. Die Modepreise des BMKÖS und der Stadt Wien zählen mit einer Gesamtdotation von insgesamt bis zu 20.000 Euro zu den bedeutendsten und höchstdotierten Design-Auszeichnungen in Österreich.

Wilde Mischung

Im Rahmen der Preisverleihung ging der Sonderpreis für experimentelles Modedesign an die Wiener Traditionsmanufaktur Mühlbauer. Diese zeigten eine Auswahl ihrer Kopfbedeckungen an seltsamen Kreaturen, Mischwesen zwischen Tier und Mensch, die sich durch den Raum und die Besuchermenge bewegten. Schuhe von Matthias Winkler – einem queeren, postavantgardistischen Schuhlabel mit Sitz in Berlin - wurden als Teil der Präsentation in einer Installation gezeigt.

Dieser quasi Lifetime-Award an Mühlbauer würdigt fast 120 Jahre Handwerkskunst. Gegründet von Julianna Mühlbauer als kleine Modistenwerkstatt mit angeschlossenem Laden in der damaligen Vorstadt Floridsdorf entwickelte sich das Geschäft im Laufe der Jahre zum international gefragten Label. Heute leitet Klaus Mühlbauer den Betrieb in 4. Generation und entwirft die Hutkollektionen mit den Designerinnen Nora Berger und Madeleine Nostitz.

Design forward

Die Austrian Fashion Association (AFA) stellte zudem ausgewählte Arbeiten von Designerinnen vor, die 2021 über das Programm AFA support, bzw. mit einem Startstipendium Mode des BMKÖS ausgezeichnet wurden. Die Auswahl der Preisträger wurde von unabhängigen Jurys bestehend aus heimischen und internationalen Expertinnen aus den Bereichen Design, Kommunikation und Mode getroffen.

„Wir freuen uns sehr für die diesjährigen Gewinner, die traditionelles Handwerk auf höchstem Niveau in einen zeitgenössischen Kontext transportieren", so AFA-Obfrau Camille Boyer. „Wir möchten uns auch bei der nationalen und internationalen Jury sehr herzlich bedanken, die sich so intensiv mit den eingereichten Arbeiten beschäftigt hat.“

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