F/S 2017: DOB und HAKA gehen an den Start

F/S 2017: DOB und HAKA gehen an den Start

Berlin, Salzburg, Düsseldorf: Einige Wochen vor den großen Messen wirft die Österreichische Textilzeitung einen ersten Blick auf die Trends für Frühjahr/Sommer 2017.

Galerie: Preview F/S 2017

Natürlich urban überzeugt die DOB

Wenn in der Damenmode alles erlaubt ist und alles geht, dann rückt der Fokus von einzelnen Schnitten und Silhouetten ab und konzentriert sich auf das Produkt selbst – und damit auf die eingesetzten Materialien. Oberflächen, Haptik, Volumen. Die Anbieter achten mehr denn je auf den Wareneinsatz, setzen auf Wertigkeit und Qualitätsverarbeitung. Ready-to-wear bleibt auch im Frühjahr/Sommer 2017 das wichtigste Mantra. Wer nicht das richtige Material zum richtigen Zeitpunkt bringt, schießt sich selbst ins Out. Tencel, Viskose und Cupro punkten. Jacquards setzen sich im Oberteilbereich durch. Als ungefütterter Tagesmantel zum Drüberwerfen oder kleine Jacke im kastigen oder A-Linien-Schnitt. Überhaupt:  Neues tut sich im Bereich der Jacken und Mäntel, die sich zu Statement-Pieces mausern, nachdem die enorme Vielfalt an Hosenmodellen (Flared, Culotte, Boyfriend, Mum-Jeans, Easy Kick, Marlene… – younameit!) ihren Peak erreicht hat. Natürlichkeit wird gefordert. Sowohl bei den Stoffen als auch bei den Farben. Wobei es neben einer Basis aus ruhigen, pastelligen Tönen wieder farbstärker sein darf – und muss. Der Handel wünscht sich wieder Farbe. Pink, Rot, Gelb wird als Akzent gespielt für Details oder Accessoires. Blau in allen Nuancen gewinnt und passt toll zu sanftem Offwhite und Sand. Und ohne Khaki läuft sowieso nichts. Neben dieser Sehnsucht nach Natur und Entschleunigung manifestiert sich eine urbane Tendenz, die den Athleisure-Trend (den Mix aus Sport und Freizeit) weiterhin hochleben lässt, auf coole Funktionsstoffe und erwachsene, klare Looks setzt. Die daraus entstehenden Kombinationen überzeugen durch Alltagstauglichkeit, relaxte Angezogenheit, wieder mehr Freude am Outfit, hohe Ansprüche an Qualität und Verarbeitung, leichte Verständlichkeit und eine charmante Mischung aus verspielt-weiblich (Stickereien, Volants, schulterfreie Oberteile, Wickeloptiken) und sportiv-entspannt (Bomber und Blousons, Denim, Streifen, Ton-in-Ton).

HAKA setzt auf dressy statt preppy

1.600 Kilometer gefahren, mit zehn Designern persönlich gesprochen, 700 Modefotos gesichtet - der erste Eindruck zur Saison Frühjahr/Sommer 2017 verfestigt sich: Was mit dem Hype um weiße Sneaker begann, breitet sich bis zum Männerhals aus - Helligkeit und sportive Details sind absolut angesagt. Shades of Grey von Kopf bis Fuß brechen zunehmend die Dominanz der Blaupalette. Ausgehend vom Hemd erleben Streifen (von Fineliner bis Markise) ihr Comeback. Noch ein Rückkehrer: die Bundfaltenhose - als Vorbote des Silhouettenwandels und Kontrapunkt zu Superslim wird sie mehr als eine Fußnote! Die 80er Jahre lassen grüßen und stellen das Blouson (gerne als Wender) in den Mittelpunkt hipper Outfitideen. Dazu gesellt sich der Car Coat als puristisch-abgeräumter Wetterschutz. Jersey-Gilets und konfektionierte Westen mit Schmuckdetails schlagen gekonnt eine Brücke zwischen Casual und Formal. Leichtigkeit ist generelle Prämisse für eine Sommersaison. Unterm Strich: Es wird angezogener, urbaner, cooler und erwachsener: Bye-bye Campus, hello Downtown!

Eine ausführliche Vorschau auf die wichtigsten Trends für Frühjahr/Sommer 2017 lesen Sie in der nächsten Ausgabe der Textil Zeitung!

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