Messen: Frankfurt will die Mode rocken
Messen

Frankfurt will die Mode rocken

Frankfurt Fashion Week / Lottermann & Fuentes
Anita Tillmann, Detlef Braun, Olaf Schmidt, Joerg Arnitz.
Anita Tillmann, Detlef Braun, Olaf Schmidt, Joerg Arnitz.

Neue Messe-Konzepte, zahlreiche Events und Schauen, ein Skater-Festival und die enge Zusammenarbeit mit der Frankfurter Kunst- und Kulturszene prägen die erste Ausgabe der Frankfurt Fashion Week. Zentrales Thema ist Nachhaltigkeit.

Von 5. bis 9. Juli 2021 findet die erste Ausgabe der Frankfurt Fashion Week statt. Dabei will man sich als Gastgeber als Plattform für eine zukunftsorientierte, nachhaltigere Fashion- und Textilbranche positionieren. Presenting-Partner wird die Conscious Fashion Campaign (CFC), die mit dem United Nations Office for Partnerships (UNOP) zusammenarbeitet.

Man wolle eine aktive Rolle dabei spielen, Lösungen für gesamtgesellschaftliche Herausforderungen zu finden, so Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt in der jüngsten Pressekonferenz. »Die Mode- und Textilbranche soll bis 2050 klimaneutral werden. Um das zu schaffen, ist kooperatives Handeln gefragt.«

Partnerschaftlich

Davon ist auch Premium Group-Chefin Anita Tillmann überzeugt: »Unser Motto ist weg von der Konkurrenz, hin zur Kooperation – um gemeinsam etwas Großes umzusetzen. In Frankfurt wird Zukunftsvision Wirklichkeit.« Die bisherigen Messen Premium, Seek und Neonyt werden auf dem Messegelände gebündelt. Man rechne mit rund 2000 ausstellenden Brands und 140.000 Besuchern. »Die neue Ausrichtung der Messen ist großartig, aber auch notwendig. Frankfurt wird ein Muss für alle, die Nachhaltigkeit und Digitalisierung auf der Agenda haben«, so Tillmann.

Sustainable Development Goals

Basis des neuen Konzeptes sind die Sustainable Development Goals. Dabei handelt es sich um 17 politische Zielsetzungen der Vereinten Nationen, welche weltweit der Sicherung einer nachhaltigen Entwicklung auf ökonomischer, sozialer sowie ökologischer Ebene dienen sollen. Sie wurden 2015 von den Mitgliedern der Vereinten Nationen vereinbart und sollen bis 2030 erreicht werden.

Ziel der Frankfurt Fashion Week ist es, dass sich »alle Aussteller, Teilnehmer und Partner bis 2023 zu den Sustainable Development Goals bekennen«. Zudem ist am 8. Juli der »Frankfurt Fashion SDG Summit presented by Conscious Fashion Campaign« geplant, der zur »internationalen Leitkonferenz zum Thema Nachhaltigkeit« avancieren soll.

Publikumsformate

Ebenfalls neu ist das Format »The Ground«: Das hybride Business-to-the-People-Format wolle die gesamte Wertschöpfungskette ansprechen. Formate wie der »Community Space« und die »Community Content Stage« sollen neue Möglichkeiten bieten, Marken, Produkte und Prozesse zu präsentieren.

Um die Öffentlichkeit zusätzlich miteinzubeziehen, seien diverse Aktionen mit Kunst- und Kultureinrichtungen sowie dem Frankfurter Handel geplant. Parallel zur Frankfurt Fashion Week wird zudem die neue Skateweek SKTWK stattfinden, ein stadtweites Festival, das mit Kunst- und Fotoausstellungen, Konzerten, Partys und Contests den Rahmen für die Modewoche bilden soll. Main Stage für Fashion Shows ist die Frankfurter Festhalle, von den Veranstaltern als »Frankfurter Pendant zum Grand Palais in Paris« bezeichnet. Außerdem sollen »prägende Frankfurter Locations« mit diversen Präsentationsformaten bespielt werden.

TW Forum bildet den Auftakt

Mit dem Umzug der Fashion Week nach Frankfurt folgt auch eine Verlagerung der Location des TW Forums der deutschen TextilWirtschaft von Heidelberg und Schwetzingen in den Frankfurter Palmengarten. Die Verleihung des Forum-Preises findet am Sonntagabend, den 4. Juli statt, die anschließende Konferenz am Montagvormittag bildet den Fashion Week-Auftakt.

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