Fashion Council Germany wird aktiv

Fashion Council Germany wird aktiv

Julia Malysch
Vogue-Chefin und Fashion Council Germany-Repräsentantin Christiane Arp
Vogue-Chefin und Fashion Council Germany-Repräsentantin Christiane Arp

Der im Frühjahr gegründete Fashion Council Germany hat nun erste Initiativen zur Förderung des deutschen Modedesigns unternommen.

Vergangene Woche gaben Gründungsmitglied des Fashion Council Germany, Anita Tillmann, CEO der Premium, und Christiane Arp, Vogue-Chefredakteurin, im Rahmen der fünften Zeit-Magazin Konferenz bekannt, dass der Fashion Council Germany bereits einige Räder für das deutsche Modedesign in Bewegung gesetzt hat:

Der FCG führe schon Gespräche auf politischer Ebene, wie etwa mit der EU und war auch Gast bei der ersten Konferenz eines Sonderausschusses des Europaparlaments zum Thema »Creative Industries« im Juni in Brüssel. Hier setzte sich der Fashion Council Germany vor allem dafür ein, dass Modedesign erstmals im Rahmen des Investitionsplans der EU berücksichtigt werden soll. Auch auf nationaler Ebene bemüht sich der noch junge Fashion Council Germany um den Dialog, wie etwa mit dem Bund und dem Berliner Senat. Ebenfalls im Dialog stehe man mit der deutschen Industrie, den Bundesländern und mit nationalen wie internationalen Verbänden, so der FCG.

Förderungsprogramm für den Nachwuchs

Der zweite wichtige Fokus des Fashion Council Germany ist ein Förderungsprogramm für Nachwuchsdesigner aus Deutschland. Es besteht aus einem Mentoring der Designer durch die Mitglieder und Partner des FCG und soll Anfang 2016 mit einem offenen Bewerbungsverfahren starten. In Kooperation mit der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung beginnt der Fashion Council Germany sein Programm bereits 2015 mit zwei Designern aus Berlin: Marina Hoermanseder (Sie designte kürzlich die neuen Uniformen von Austrian Airlines ) und Nobi Talai.

Zum Fashion Council Germany

Der Fashion Council Germany ist aus dem Bemühen von einzelnen Branchenexperten aus Deutschland im Jänner 2015 gegründet worden. Er setzt sich für Modedesign als Kultur- und Wirtschaftsgut ein. Die Präsidentschaft hat Vogue-Chefin Christiane Arp inne, zu den Präsidiumsmitgliedern zählen Mario Eimuth von stylebob.com und Dirk Schönberger, Creative Director von Adidas. Ein weiteres Mitglied des Fashion Council Germany ist etwa auch die bekannte Modejournalistin Melissa Drier.
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