Chanel: Chanel will Angestellte nicht in Kur...
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Chanel will Angestellte nicht in Kurzarbeit schicken

BENOIT TESSIER / REUTERS / picturedesk.com
Download von www.picturedesk.com am 09.04.2020 (13:56). A placard is seen on a closed Chanel store at Place Vendome in Paris, during a lockdown imposed to slow the spread of the coronavirus disease (COVID-19) in France, April 8, 2020. REUTERS/Benoit Tessier - Werbliche Nutzung erfordert Freigabe: bitte schicken Sie uns eine Anfrage. - 20200408_PD4483 - Rechteinfo: Nur für redaktionelle Nutzung! - Editorial Use Only!
Download von www.picturedesk.com am 09.04.2020 (13:56). A placard is seen on a closed Chanel store at Place Vendome in Paris, during a lockdown imposed to slow the spread of the coronavirus disease (COVID-19) in France, April 8, 2020. REUTERS/Benoit Tessier - Werbliche Nutzung erfordert Freigabe: bitte schicken Sie uns eine Anfrage. - 20200408_PD4483 - Rechteinfo: Nur für redaktionelle Nutzung! - Editorial Use Only!

Chanel möchte aus »nationaler Solidarität« keine staatlichen Hilfen in Anspruch nehmen. Das Unternehmen will alle Löhne für die Mitarbeiter in Frankreich in voller Höhe weiterzahlen.

Auch Chanel kämpft durch die anhaltende Corona-Krise mit weitreichenden Folgen. Alle Fabriken des Unternehmens in Europa wurden geschlossen, fast zwei Drittel der Chanel-Läden dürfen ihre Türen aktuell ebenfalls nicht öffnen. Dennoch hat sich das Label dazu entschieden, keine Staatsgelder als Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Konkret möchte Chanel die vollen Gehälter seiner 8.500 Mitarbeiter in Frankreich für 40 Arbeitstage, für einen Zeitraum von acht Wochen, vom 16. März bis zum 8. Mai, weiterzahlen. Dazu gehören die Métiers d'Art-Manufakturen und Produktionsstätten wie Lesage, Montex, Act3, Lemarié, Lognon, Legeron, Paloma, Causse, Massaro, Maison Michel, Goossens, Lesage intérieurs, Barrie, Desrues, Ateliers de Verneuil en Mégisserie Richard, Bodin-Joyeux, HugoTag, Les Moulinages du Riotord, Defiluxe sowie die Firma Eres.

»Es geht darum, die öffentlichen Finanzen nicht zu belasten, damit der französische Staat vorrangig den am meisten gefährdeten Unternehmen helfen und natürlich auch seine Ressourcen auf das Gesundheitssystem, das Gesundheitspersonal und die persönlichen Hilfsorganisationen konzentrieren kann«, ist auf der offiziellen Website der Marke zu lesen. Die Entscheidung sei Teil des Solidaritätsplans von Chanel, so Bruno Pawlowski, Präsident von Chanel SAS gegenüber der französischen Tageszeitung Le Monde. Die Maßnahme werde das Unternehmen »mehrere Millionen Euro« kosten, so der Direktor. Den Betrag will man aus dem eigenen Etat beziehen.

Darüber hinaus spendet die Marke 1,2 Mio. €, die zur Unterstützung von Krankenhauspersonal verwendet werden sollen. Zudem seien 50.000 Schutzmasken, die sich im Besitz von Chanel befunden haben, an Feuerwehren, Polizei und Krankenhäuser gespendet worden. Die Produktion von weiteren Masken und Schutzanzügen solle in Kürze beginnen. 

Auch mit Blick auf die nahe Zukunft zog die Marke bereits Konsequenzen: Die ursprünglich in Italien geplante Präsentation der Cruise Collection auf der Insel Capri im Mai sowie die Haute Couture-Modenschau, die Anfang Juli in Paris hätte stattfinden sollen, wurden abgesagt.

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