BERLIN FASHION WEEK 2021: Österreichischer Au...
BERLIN FASHION WEEK 2021

Österreichischer Auftakt in der deutschen Hauptstadt

PR/ Stefan Knauer/ Getty Images for Mercedes-Benz

Die Opening Show der Mercedes-Benz Fashion Week fungierte auch in diesem Jahr als Bühne für ein internationales Talent: Die Österreicherin Florentina Leitner.

Kein Blitzlichtgewitter, keine Menschenmassen, vielmehr kleine Trauben an Menschen, die am Montagabend zum Berliner Kraftwerk pilgerten. Die deutsche Hauptstadt startete deutlich entschleunigt in ihre Fashion Week, die zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie wieder physisch stattfand.

Den offiziellen Auftakt bildete um 21.00 Uhr am Montagabend die Schau des in London ansässigen Labels der gleichnamigen Designerin Florentina Leitner. Die gebürtige Österreicherin, die ihren Master an der Royal Academy of Fine Arts in Antwerpen absolviert hat, zeigte ihre Kollektion mit dem Titel »Vacation on the Moon« im Kraftwerk.

Dabei besteht die Berliner Modewoche längst nicht mehr »nur« aus der Mercedes-Benz Fashion Week. Vielmehr hat sich ein breites Angebot an Konzepten in der deutschen Hauptstadt etabliert, die jeweils ein ganz unterschiedliches Publikum ansprechen. So fand im Kraftwerk auch Der Berliner Salon statt, eine Gruppenausstellung für Berliner und internationale Designer, darunter Odeeh, Dawid Tomaszewski oder William Fan.

Das Fashion Council Germany präsentierte das Konzept »Studio2Retail«, das die neuen Kollektionen Berliner Designer direkt an die Endkonsumenten bringen soll und initiierte erneut den Fireside Chat, ein Networking-Event, das der Branche jenen physischen Austausch ermöglichte, nach dem sich in den vergangenen 1,5 Jahren viele sehnten.

Wichtigen Fragen rund um das Thema Nachhaltigkeit widmete sich die Digitalkonferenz 202030 – The Berlin Fashion Summit, die von 7. bis 9. September bereits zum zweiten Mal veranstaltet wurde. Generell wurden trotz der Rückkehr zur Präsenz viele Inhalte der Berliner Modewoche auch im digitalen Livestream gezeigt. »Phygital« lautete das Schlagwort der Stunde.

Freilich, es fehlen die Messen, die in diesem Jahr von Berlin nach Frankfurt gezogen sind. Damit war auch das Publikum ein gänzlich neues, denn für viele Einkäufer schien der Weg in die deutsche Hauptstadt wenig lohnend. Dabei wurde der Termin nicht nur wegen Corona in den September geschoben, sondern auch um eine Überschneidung mit den Pariser Couture-Schauen zu vermeiden. Damit wolle man auch internationalen Gästen die Möglichkeit geben, nach Berlin zu kommen, so die Veranstalter. Ob sie das in Zukunft tun werden, bleibt offen.

Die Berliner Kreativen möchten jedenfalls an »ihrer« Fashion Week festhalten. Das stellte auch Designer Marcel Ostertag klar: »Berlin ist die deutsche Modehauptstadt…«, so der Kreative nach seiner 15 Years Jubilee Show in der St. Elisabeth Kirche in Mitte, »…und wird’s auch bleiben!«

Lesen Sie den vollständigen Nachbericht ab dem 20. September 2021 in der Ausgabe ÖTZ 09/21.

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