Aus für Menswear-Label: Lerros stellt New In ...
Aus für Menswear-Label

Lerros stellt New In Town ein

New In Town

Zum kommenden Frühjahr wird das junge, progressive Label des Casualwear-Anbieters vom Markt genommen. Die weltweite Krise stellt New In Town vor zu große wirtschaftliche Herausforderungen.

Eigentlich war man bei Lerros in Neuss recht zuversichtlich mit dem im Frühjahr 2018 eingeführten Label New In Town. Im vergangenen Winter wurde das Markenprofil noch einmal verschärft, um den progressiven Mix aus Urban und Street Tailoring intensiver umzusetzen. Der Break-even-Point für die Menswear Marke war für die kommenden ein bis zwei Jahre vorgesehen, aber die Coronakrise zwingt die Geschäftsführung nun in die Knie: »Für ein Start-up wie New In Town, das wir vor knapp drei Jahren als progressive Menswear Brand ins Leben gerufen haben, ist der abzusehende Verlust von Verkaufspunkten und Umsätzen doppelt hart. Obwohl wir mit der Marke auf einem sehr vielversprechenden Weg waren, wären auch weiterhin große Investitionen in die Marke notwendig gewesen«, erklärt Jan ten Brinke, Geschäftsführer von Lerros.

»Grenze des wirtschaftlich Leistbaren«

Nachdem die Geschäftsführung im Lockdown die partnerschaftliche Entscheidung getroffen hatte, auf die Auslieferung der Mai- und Juniware zu verzichten und den Liefertermin November zu streichen, ist jetzt kein Spielraum mehr vorhanden. »Mit diesen Maßnahmen, die wir Ende März im Sinne unserer gemeinsamen Partnerschaft mit dem Handel getroffen haben, sind wir an die Grenze des für uns wirtschaftlich Leistbaren gegangen“, betont ten Brinke. Jetzt soll der Fokus auf die Kernmarke gelegt werden. Zum Herbst/Winter 2020 war die Kollektion an rund 230 Verkaufspunkten präsent. Der Umsatz betrug 3,5 Mio. Euro. Die Einstellung des Labels hat den Verlust von fünf Arbeitsplätzen zur Folge, von denen die Bereiche Design, Produktmanagement und Vertrieb betroffen sind.

stats