Amazon Prime Wardrobe: Online-Shopping auf Re...

Amazon Prime Wardrobe: Online-Shopping auf Rechnung

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Amazon lanciert Prime Wardrobe in Österreich
Amazon lanciert Prime Wardrobe in Österreich

Amazon Fashion startet Prime Wardrobe: Kleidung kostenlos bestellen, probieren und nur bezahlen, was man behält. Doch was passiert mit der retournierten Ware?

Amazon Fashion bringt seinen neuen Service »Prime Wardrobe« nun auch nach Österreich. Prime-Kunden können Modeartikel kostenlos nach Hause bestellen, in Ruhe anprobieren und erst dann bezahlen, was ihnen gefällt und den Rest zurückschicken.

Um eine Prime Wardrobe Bestellung zu tätigen, können Amazon Prime Mitglieder www.amazon.de/primewardrobe besuchen, wo sie aus hunderttausenden in dem Programm verfügbaren Modeartikeln für Damen, Herren und Kinder wählen können, darunter Kleidung, Schuhe, Taschen und Accessoires. Der Kunde kann dann zwei bis sechs Artikel zur kostenfreien Lieferung auswählen. Nach Empfang der Lieferung haben Mitglieder sieben Tage Zeit, um zu entscheiden, was ihnen gefällt und bezahlen dann nach der Rücksendung ausschließlich die Artikel, die sie behalten möchten. Die Rücksendung ist kostenlos.

Was passiert mit der Rücksendung?

Amazon stand in den letzten Jahren öfter unter Beschuss nachdem sich ein französischer Reporter als Mitarbeiter der Amazon-Lager in Orléans ausgab und herausfand, dass der Onlinehändler unverkaufte Waren zerstören ließ. Auch die »WirtschaftsWoche« und der ZDF fanden ähnliches heraus. Die deutschen Amazon-Lagerhallen zerstören regelmäßig unverkaufte und retournierte Ware.

»Interne Produktlisten, Fotos und Interviews mit Mitarbeitern bestätigen, dass eine Vielzahl von Produkten wie Kühlschränke, Geschirrspüler, Waschmaschinen, Mobiltelefone, Tablets, Matratzen und Möbel entsorgt werden. Eine Mitarbeiterin von Amazon gab bekannt, täglich Waren im Wert von zehntausenden Euro vernichtet zu haben. Mehrere Mitarbeiter haben einstimmig kritisiert, dass Amazon nicht nur unbrauchbare, sondern auch einwandfreie Produkte, von denen manche sogar als brandneu bezeichnet werden, loswird«, heißt es in einem Bericht der WirtschaftsWoche vom 8. Juni 2018.

Auf Anfrage der WirtschaftWoche heißt es von Amazon, dass man künftig Lösungen finden wolle, um die Prozesse dahingehend zu verbessern, dass »so wenig Waren wie möglich zerstört werden müssen«. Das Unternehmen fügte hinzu: »Wenn Produkte nicht verkauft, weiterverkauft oder gespendet werden können, wenden wir uns an Großabnehmer, die diese Produkte verwenden können.«

Was mit der retournierten Ware von »Prime Wardrobe« passiert, ob sie wieder in das Verkaufssortiment aufgenommen wird oder ob sie wie viele andere Produkte zerstört wird, ist bislang unklar.

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