Fashion

Universität für angewandte Kunst zeigt Ausstellung

Studierende der Universität für angewandte Kunst in Wien zeigen ab 10. Dezember, was sie unter der Ambivalenz von Mode verstehen.

»Wie wird Mode produziert? Wie produziert Mode uns? Was tun?« lauten die drei kritischen Fragen, die die Studenten des ecm-Lehrgangs für Ausstellungstheorie und Praxis an der Universität für angewandte Kunst im Rahmen der aktuellen Ausstellung »Für Garderobe wird nicht gehaftet. Widerständiges in Mode und Produktion« behandeln. Insgesamt waren es 21 angehende Kuratoren, die in drei Projektgruppen die Themen Produktionsbedingungen, Identitätsstiftung und Handlungsalternativen aufarbeiten.

Die Themen

Im Fokus aller drei Ausstellungskapitel stehen die Ambivalenzen und Interessenskonflikte, die sich im Bereich Mode auftun. Bei der Installation »Textilviertel« dreht sich etwa alles um jenen Stadtteil in Wien, der sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts rund um den Schwedenplatz in Wien entwickelte: Mit Fotos und Interviews porträtieren die Studenten die wenigen übrig gebliebenen Textilhändler rund um den Salzgries. Der zweite Raum beschäftigt sich mit den Produktionsbedingungen, u.a. anhand von Exponaten aus der Schuhproduktion des Designers Laszlo Lukacs, der in Wien und Ungarn lebt. Das Untergeschoß ist dem Bereich Mode als Mittel des persönlichen Ausdrucks zugeordnet: Hier geht es vor allem um die Gender-Zuschreibung in der Modewelt. Die dritte Ebene der Ausstellung gibt eine Art Handlungsvorschlag zur Frage »Was tun?«, wie etwa das Antishopping.

Rund um die Ausstellung der Universität für angewandte Kunst finden auch Rahmenveranstaltungen statt: Workshops, Performances, Führungen und Stadtrundgänge.

Was? Ausstellung »Für Garderobe wird nicht gehaftet. Widerständiges in Mode und Produktion«

Wann? 10. bis 20. Dezember 2015 und 7. bis 17. Jänner 2016

Wo? Angewandte Innovation Laboratory, 1., Franz-Josefs-Kai 3, Wien

Mehr Informationen auf der Wesbite der Ausstellung.

Von: Christiane Marie Jördens

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