Fashion

Aus für Stockholm Fashion Week

Aus ökologischer Sicht nicht vertretbar. Das ist der Grund für die Absage der Stockholm Fashion Week, die bereits Ende des Monats hätte stattfinden sollen.

Weniger als zwei Monate vor Beginn der Fashion Week hieß es, die Modewoche in Stockholm könnte abgesagt werden. Nun ist es offiziell und der Swedish Fashion Council hat die Veranstaltung komplett abgesagt, um sich auf nachhaltige und umweltfreundlichere Alternativen zu konzentrieren.

Vom 27. bis 29. August hätten Designer wie Per Götesson und Lazoschmidl ihre Kollektionen auf der Modewoche vorgestellt. Stattdessen wird die Zeit genutzt, um eine Öko-Fashion Week zu auf die Beine zu stellen. In Zukunft sollen Öko-Marken unterstützt und neue Nachhaltigkeitsstandards in der Branche gesetzt werden. »Die Abkehr vom herkömmlichen Model der Fashion Week war eine schwierige, aber überlegte Entscheidung«, sagte Jennie Rosen, CEO des Swedish Fashion Council.

Macht Fashion Week noch Sinn?

Mit Absage der Stockholmer Modewoche, kam der Diskurs ins Rollen, ob das altbekannte Format, Shows für Käufer und Medien anzubieten, noch Sinn hat. Immer mehr Brands (Burberry, Tom Ford, Tommy Hilfiger etc) haben in den letzten Jahren – vermehrt auch durch Social Media – haben neue Strategien entwickelt und die Modewoche gegen »See now, buy now«-Kampganen ausgetauscht.

In einer Welt, die sich schneller dreht als jemals zuvor, kommt unweigerlich die Frage auf, wie sinnvoll es ist, Kollektionen zu präsentieren, die erst ein Jahr später zum Verkauf angeboten werden? Das digitale Zeitalter bietet Designern und insbesondere denen, die noch nicht die Mittel für teure Modewochen habe, effizientere und kostengünstigere Möglichkeiten an, ihre Labels zu bewerben und sich mit Tools wie Social Media von der Masse abzuheben.

Obwohl der Swedish Council mit der Entscheidung die Stockholmer Fashion Week vorerst einzustellen, die Modewelt ins Grübeln gebracht hat, will es seine neue Strategie noch dieses Jahr enthüllen. Wir bleiben gespannt, was die Schweden noch so vorhaben.

Von: Márcia Neves