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Neues Umdasch-Projekt in Amstetten: Flexible Möbel gegen Shopping-Wüste

Mit einem neuen Möbelsystem für Pop-up Stores startet das Stadtmarketing in Amstetten in Zusammenarbeit mit Umdasch eine neue Kampagne

Gerade Klein- und Mittelstädte sind mit zunehmender Leerstandsproblematik konfrontiert und gefordert, dieser im innenstädtischen Bereich entgegenzuwirken. In Amstetten haben Stadtpolitik und Stadtmarketing jetzt ein Fördermodell für Pop-up-Stores ausgearbeitet, um Leerflächen zu bespielen und damit gegen den Leerstand von rund einem Dutzend Geschäften in der City anzukämpfen. Derartige Shops, in denen für kurze Zeit spannende Produkte angeboten werden, haben schon in der nahen Stadt Enns (OÖ) großes Aufsehen erregt. Das Ennser Pop-up Konzept konnte etwa den EU Rural Inspiration Award gewinnen und damit europaweite Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Maria Ettlinger, Geschäftsführerin vom Stadtmarketing Amstetten, machte sich die erfolgreiche Idee zum Vorbild. Das Stadtmarketing knüpft Kontakte zu Immobilienbesitzern mit leerstehenden Geschäften sowie zu interessierten Mietern. Mittels kurzfristiger Mietverträge soll den Pop-up-Händlern eine Testphase gewährt werden. Nach einem erfolgreichen Start steht einem längerfristigen Mietverhältnis nichts mehr im Wege.

Vielfältig und unkompliziert

Mit der Entwicklung eines flexiblen Möbelsystems hat das Stadtmarketing Umdasch The Sore Makers beauftragt. Das neue Möbelsystem geht exakt auf die Bedürfnisse solcher Läden ein: Flexibel und schnell einsatzbereit, ermöglicht es die Ausstellung unterschiedlichster Marken und Sortimente. Genau das war auch die Hauptanforderung, denn bei dem Shop-Konzept sollten Waren aller Art, von Fashion bis zu Lebensmittel, ausgestellt werden können. Julia Mitteregger von Umdasch Shop Consult, Erfinderin dieser Innovation, erklärt: »Pop-up, zu Deutsch ‚plötzlich erscheinen‘ bildet die Leitidee des Designs. Das Möbel soll, wie der Store, plötzlich auftauchen. Flexibel und ohne großen Aufwand, passt es sich an die unterschiedlichsten räumlichen Gegebenheiten an, reagiert auf die vielfältigsten Ideen und setzt diese optimal in Szene.« Durch den modularen Aufbau ist das Möbel beispielsweise als Warenträger mit Kleiderstangen, als Tisch oder als Kassa einsetzbar.

Kampagne mit Vorbildfunktion

Als Vorzeigeprojekt eröffnete jüngst die Sunshine Gallery in Amstetten, die innovatives Kunsthandwerk mit Regionsbezug anbietet. Hier feiert das Möbelsystem seine Premiere: Die schwarze Pulverbeschichtung der Stahlelemente bildet zusammen mit unbehandelten Holzbrettern Waren aller Art eine schöne und zeitlose Bühne. Nicht nur die Produktvielfalt war eine Herausforderung bei der Entwicklung, sondern auch deren Umfang: Bei wenig Ware lässt sich das Möbel in wenigen Handgriffen verstauen, wächst der Warendruck, ist es hingegen einfach erweiterbar. »Das Pop-up Möbel von Umdasch ist genau das, was wir für dieses Projekt brauchen«, erklärt Ettlinger. Sie führt weiter aus: »Das Ziel ist, den Leerstand in der Stadt zu füllen. Mit einem derartig flexiblen Möbel können wir den unterschiedlichsten Pop-up Mietern einen professionellen Ladenbau zur Verfügung stellen und hoffen, damit auch Vorbild für andere Städte zu werden.« Bei Umdasch sind bereits die ersten Anfragen für das System von anderen Städten in Österreich und Deutschland eingegangen. Wer möchte, kann sich die Möbel in der Shop Show in der Umdasch Firmenzentrale anschauen.

Von: Sandra Seck