Inditex: Zara-Mutter schließt 1.200 Stores
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Zara-Mutter schließt 1.200 Stores

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Eine Zara-Filiale
Eine Zara-Filiale

Selbst hochprofitablen Unternehmen dient die Corona-Krise als Anstoß, ihr Geschäftsmodell auf Vordermann zu bringen.

Inditex, der größte Modehändler der Welt, hat angekündigt, sein Online-Geschäft weiter deutlich auszubauen und im Gegenzug 1.000 bis 1.200 seiner derzeit 7.400 Stores zu schließen. Aufgrund der Corona-Pandemie ist das ansonsten hochprofitable Unternehmen im ersten Quartal des Geschäftsjahres (Feb. bis April) in die roten Zahlen gerutscht. Der Umsatz sank von 5,9 Mrd. € im Vorjahreszeitraum auf nunmehr 3,3 Mrd. €, der Nettoverlust belief sich auf 409 Mio. € (Q1 2019: + 744 Mio. €). Auch für den Mai und die ersten Juniwochen berichtet die Mutter von Zara, Bershka, Massimo Dutti & Co. von Umsätzen deutlich unter Vorjahresniveau.

Online-Umsatz im April verdoppelt

Rasant gestiegen sind hingegen die Online-Verkäufe, im April etwa um 95 %. Deshalb will der Konzern bis 2022 2,7 Mrd. € (!) investieren, um sein Geschäftsmodell umzubauen. Während kleinere Geschäfte, die kein zeitgemäßes Kundenerlebnis ermöglichen, geschlossen werden, sollen die großen Flagship-Stores noch enger mit dem Online-Geschäft verzahnt werden. So soll bis 2022 der Online-Anteil am Gesamtumsatz von derzeit 14 % auf 25 % gesteigert werden. Parallel sollen aber auch weiterhin neue Filialen eröffnet werden, jedoch nur noch rund 150 pro Jahr.

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