Zalando mit stabilem Gewinn

Zalando mit stabilem Gewinn

Steffen Jaenicke/Zalando

Mit einem Umsatzplus von 23 % auf 3,7 Mrd. EUR bewies Online-Modehändler Zalando auch 2016, dass er profitabel arbeiten kann.

Das Berliner Unternehmen Zalando ist mittlerweile in 15 Ländern Europas aktiv. Die Hälfte des Umsatzes wird bereits außerhalb der Kernmärkte Deutschland, Österreich und Schweiz erzielt. Doch auch in den Kernmärkten konnte sich Zalando um beeindruckende 14,8 % steigern. Laut eigenen Angaben hat sich die Gruppe damit in diesen Ländern bereits einen Marktanteil von 2,4 % erobert. Die Zahl der aktiven Kunden wuchs in Summe um 11,2 % auf 19,9 Millionen.

Mehr Bestellungen

Doch nicht nur die Kundenzahl wuchs – die bestehenden Kunden kauften auch öfter ein: Die Zahl der durchschnittlichen Bestellungen pro aktivem Kunden wuchs von 3,08 auf 3,48. Die durchschnittliche Warenkorbgröße (nach Retouren) war hingegen um 1 % auf 66,6 Euro brutto leicht rückläufig. Die Zahl der Marken im Sortiment wurde um 300 auf 1.500 erweitert. Besonders erfolgreich ist Zalando in Angebotsnischen wie Umstandsmode, Plus Sizes oder auch bei besonders kleinen Größen, wo der Umsatz um 150 % gesteigert werden konnte.

Nur in den Kernmärkten profitabel

Auf Ebene des bereinigten EBIT konnte das Konzernergebnis auf 216,3 Mio. € verdoppelt werden. Die bereinigte EBIT-Marge liegt somit bei 5,9 % – womit der Online-Händler sein zu Jahresbeginn ausgegebenes Ziel (3,0 bis 4,5 %) deutlich übertroffen hat. Profitabel war Zalando jedoch nur in den Kernmärkten, während im übrigen Europa immer noch stark in die Zukunft investiert wird. Für die D-A-CH-Länder ergibt sich somit sogar eine bereinigte EBIT-Marke von 12,5 %. Der Nettogewinn des Konzerns war um knapp 1 % auf 120,5 Mio. € leicht rückläufig.

Mobile auf dem Vormarsch

Interessant ist eine deutliche Veränderung im Einkaufsverhalten der Zalando-Kunden: Bereits zwei Drittel der Zugriffe auf die Internet-Angebote von Zalando stammen von mobilen Geräten (also Smartphones und Tablets), und erstmals wurde auch mehr als die Hälfte der Bestellungen von mobilen Geräten abgeschickt.

2017 will der Konzern sein Wachstumstempo von 20 bis 25 % beibehalten. Die bereinigte EBIT-Marge kann allerdings voraussichtlich nicht gesteigert werden. Wichtigste Priorität sei immer noch, den Marktanteil zu steigern, heißt es von Unternehmensseite.
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