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Zalando: 100 Mio. Verlust im 1. Quartal

Zalando
Das Vorstandsteam: David Schröder, Jim Freemann, Rubin Ritter, Robert Gentz und David Schneider (v.l.)
Das Vorstandsteam: David Schröder, Jim Freemann, Rubin Ritter, Robert Gentz und David Schneider (v.l.)

Trotz eines hohen Verlusts zu Jahresbeginn gibt sich Zalando zuversichtlich und rechnet mit einem profitablen Jahresabschluss. Die Wachstumsprognose wurde zurückgenommen.

Der deutsche Online-Modehändler Zalando erwartet heuer trotz der Virus-Auswirkungen ein Umsatzwachstum zwischen 10 und 20 %. Im ersten Quartal verzeichnete er fast 32 Mio. aktive Kunden, um 17 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Das Unternehmen rechnet weiterhin damit, das Jahr klar profitabel zu beenden und mit einem bereinigten EBIT zwischen 100 und 200 Mio. € sowie Investitionen in Höhe von 230 bis 280 Mio. € abzuschließen. »Wir sind überzeugt, dass wir auch in 2020 klar profitabel und im zweistelligen Bereich wachsen werden. Auch in einem herausfordernden Marktumfeld können unsere Partner mit uns wachsen und ihre Marktanteile vergrößern, indem sie ihr Geschäft bei Zalando ausbauen. Viele von ihnen haben in den letzten Wochen ihre Aktivitäten auf unserer Plattform deutlich intensiviert. Ihnen wollen wir es zukünftig noch einfacher machen, Kunden in Europa zu erreichen«”, sagt Co-CEO Rubin Ritter.

Einerseits Umsatzsteigerung, andererseits Nettoverlust

Im ersten Quartal 2020 steigerte Zalando das verkaufte Bruttowarenvolumen (inkl. Drittanbieter) um 13,9 % auf 2 Mrd. € und den eigenen Verkaufsumsatz um 10,6 % auf 1,5 Mrd. €. Wachstumstreiber ist laut Unternehmensangaben die Verschiebung der Kundennachfrage von Offline nach Online. »In Zeiten, in denen der stationäre Handel in vielen Ländern Europas durch Ausgangsbeschränkungen stark betroffen ist, verlagern Marken größere Anteile ihres Geschäftes ins Digitale, um ihre Kunden weiterhin erreichen zu können«, schreibt das Unternehmen. Besonders deutlich war das Wachstum im Offprice-Segment. Hier wuchs der Umsatz um 35% im Vergleich zum Vorjahr.

Dem gegenüber steht auf bereinigter Basis ein Betriebsverlust von 98,6 Mio. €, zu dem eine geringere Nachfrage im März und Sonderabschreibungen auf den Warenbestand als Folge geänderter Verkaufserwartungen für die laufende Saison geführt hätten. Ende März hatte Zalando seine Jahresprognose wegen der Viruskrise zurückgezogen. Seit Anfang April habe sich die Kundennachfrage wieder erholt und das Bruttowarenvolumen sei im Vergleich zum Vorjahr wieder zweistellig gewachsen.

Partnerprogramm mit Neuzugängen

Im ersten Quartal stieg der Anteil des Partnerprogramms am Bruttowarenvolumen um 4,4 % im Vergleich zum Vorjahr. In den letzten drei Wochen kamen 50 neue Partner zum Partnerprogramm hinzu, darunter Vaude, American Eagle Outfitters und die Marke Lipsy London der Next Group.

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