Wozabal wird zu Salesianer-Tochter

Wozabal wird zu Salesianer-Tochter

Aus dem in die Insolvenz geschlitterten oberösterreichischen Textilvermieter Wozabal wird eine 100-Prozent-Tochter von Salesianer Miettex.

Das Wiener Unternehmen hat die gesamte Wozabal-Gruppe Mitte Dezember 2017 erworben. Den konkreten Kaufpreis wollten die neuen Eigentümer zwar nicht nennen. Dieser dürfte aber bei etwa 60 Mio. € liegen. Salesianer Miettex übernimmt dafür sechs der insgesamt sieben Wozabal-Standorte. Für den Vorarlberger Betrieb in Rankweil und die dort 90 Angestellten will der Insolvenzverwalter Rudolf Mitterlehner eine eigene, regionale Lösung finden. Kaufinteressenten soll es bereits geben. Salesianer Miettex behält 95 bis 98 Prozent der insgesamt 900 Wozabal Mitarbeiter in den übernommenen Betrieben. Auch die Marke Wozabal, die der neue Eigentümer miterworben hat, bleibt erhalten. Der geschäftsführende Gesellschafter von Salesianer Miettex, Thomas Krautschneider, rechnet mit einem künftigen Jahresumsatz von 220 Mio. €.

Die neue Firma verfügt über 29 Betriebe (17 davon in Österreich) und insgesamt 3.350 Mitarbeiter. Lässt man ausländische und staatliche Anbieter unberücksichtigt, wird Salesianer Miettex künftig einen Anteil von 50 Prozent am heimischen Mietwäsche-Markt erreichen. Laut Mitteilung der Bundeswettbewerbsbehörde wird es aber keine kartellrechtliche Prüfung geben, da der Umsatz die Grenze von 300 Mio. € nicht überschreitet.
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