Wolford positiv trotz Verlust

Wolford positiv trotz Verlust

Wolford
Wolford HQ in Bregenz
Wolford HQ in Bregenz

Der Vorarlberger Strumpfkonzern Wolford hat zwar das zweite Jahr in Folge Verlust geschrieben, zeigt sich jedoch trotzdem top-motiviert, 2014/15 noch den operativen Turnaround schaffen.

Bei Wolford stehen derzeit alle Zeichen auf Umbau, für welchen das Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr (Ende April) insgesamt 3,76 Millionen Euro ausgegeben hat. Operativ (Ebit) verzeichnete Wolford einen Verlust von 4,72 Millionen Euro, um die Restrukturierungsmaßnahmen bereinigt sind es 0,97 Millionen Euro weniger. Nach Steuern blieb ein Verlust von 2,81 Millionen Euro, weshalb es nun schon das zweite Jahr in Folge auch keine Dividende geben wird.

Wolford mit Ziel vor Augen

Finanzchef von Wolford, Thomas Melzer, gibt sich angesichts des fortschreitenden Umbaus zufrieden: »Wir haben die verlustbringenden Standorte rausgebracht.« Von den 180 Standorten werden bis Herbst 20 geschlossen. Bedingt durch zahlreiche Neueröffnungen wird es in einem Jahr aber wieder 180 Standorte geben. Der Rotstift wird aber auch beim Sortiment von Wolford angesetzt: Man will sich rein auf »körpernahe Kleidung« beschränken, die zu Strümpfen und Strumpfhosen passt, heißt es seitens Wolford.

Grüne Zahlen brachte im letzten Geschäftsjahr der Einzelhandel (+5 %) und das E-Commerce (+ 23 %). Regional wuchs Wolford in China und der Golfregion, auch die USA bewiesen sich als lukrativer Standort. Von Europa meldet Wolford rückläufige Zahlen aus Deutschland und Frankreich, in Österreich hingegen ging das Geschäft gut.

Durch den Verkauf eines Grundstücks sowie einer Mietrechtsoption konnte Wolford im ersten Quartal von 2014/15 10 Millionen Euro einnehmen. Die Nettoverschuldung sank auf unter 10 Millionen Euro. Damit sei es für Wolford nun möglich, sich aus eigener Kraft zu finanzieren und schon bald auf schwarze statt rote Zahlen zu blicken, heißt es seitens des Strumpfkonzerns.
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