Wirtschaftskammer Wien pro Sonntagsöffnung

Wirtschaftskammer Wien pro Sonntagsöffnung

Die Wiener Wirtschaftskammer (WKW) hat einen Kurswechsel in ihrer Ablehnung zur Sonntagsöffnung vollzogen und damit eine breite Diskussion ausgelöst.

»Die Wirtschaftskammer ist für die Einführung von Tourismuszonen in Wien«, fasst Wirtschaftskammer Wien Präsident Walter Ruck das Ergebnis einer Arbeitsgruppe rund um die Sonntagsöffnung, bestehend aus Vertretern von Handel, Tourismus und Gewerbe, zusammen. Die Empfehlung erfolgte einstimmig. Konkret spricht sich die Wirtschaftskammer Wien für die Sonntagsöffnung in Gegenden aus, die für den Tourismus von besonderer Bedeutung sind – also jedenfalls für den 1. Bezirk. »Möglich« wäre laut WKW auch eine Tourismuszone in den Bereichen Schönbrunn und untere Mariahilfer Straße. WKW-Präsident Ruck: »Wien soll für Gäste noch attraktiver werden und die Händler sollen die Möglichkeit haben, von der stetig steigenden Zahl an Touristen zu profitieren.«

Nächste Schritte zur Sonntagsöffnung

Als nächster Schritt zur Sonntagsöffnung soll nun eine Urbefragung unter allen Mitgliedern der Wirtschaftskammer Wien abgehalten und das Gespräch mit der Stadt Wien und Arbeitnehmervertretern gesucht werden. »Was seit vielen Jahren in den anderen Bundesländern möglich ist, soll künftig auch in Wien möglich sein«, fordert Ruck. Formal ist für die Einrichtung einer Tourismuszone der Landeshauptmann zuständig – dieser hatte sich bisher stets ablehnend gegenüber einer Sonntagsöffnung geäußert. Argumentiert wird nun vonseiten der Wirtschaftskammer Wien mit möglichen Mehreinnahmen von 140 Mio. € im Wiener Handel. Zum Vergleich: 2012 erzielte der Wiener Einzelhandel (ohne KFZ und Tankstellen) einen Umsatz von 10,5 Mrd. €.
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