Weihnachtsgeschäft: Ab Montag ist zwölf Tage ...
Weihnachtsgeschäft

Ab Montag ist zwölf Tage durchgehend offen

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Seit heute, Montag, sind die Geschäfte zumindest in acht Bundesländern wieder offen – und zwar bis 24. Dezember jeden Tag. Auf wichtige Klarstellungen wartet die Branche nach wie vor. Der Handel in OÖ erhält einige Trostpflaster.

Seit dem heutigen Montag hat der gesamte stationäre Handel wieder offen. Das gilt für alle Bundesländer außer Oberösterreich, das am 17. Dezember folgt. Abseits des Lebensmittelhandels dürfen aber nur Geimpfte oder Genesene mit 2G-Nachweis einkaufen gehen, und auch diese müssen FFP2-Masken tragen. Wird jemand ohne 2G-Nachweis von der Polizei beim Shoppen erwischt, kann es teuer werden: Kunden drohen Strafen von 500 Euro, für den Betreiber des Geschäfts werden sogar 3.600 Euro fällig.


Der Handelsverband erwartet einen verhaltenen Start – was auch erste Rückmeldungen aus dem Handel vom Vormittag bestätigen. Aufgrund des Lockdowns für Ungeimpfte und der Verlängerung des harten Lockdowns in Oberösterreich rechnet der freiwillige Interessensverband mit bundesweiten Umsatzverlusten von 440 Mio. Euro im Non-Food-Handel in der ersten Öffnungswoche. In den vergangenen Wochen sind dem stationären Handel durch den harten Lockdown etwa 2,7 Mrd. Euro an Umsatz entgangen. Davon sei wohl nur ein Viertel aufzuholen, glaubt Handelsverbands-Geschäftsführer Rainer Will.

Sonntagsöffnung noch nicht final fixiert

Für den 19. Dezember haben sich die Sozialpartner erstmals auf eine österreichweite Sonntagsöffnung geeinigt. Konkret dürfen am vierten Adventsonntag all jene Geschäfte von 10 bis 18 Uhr aufsperren, die vom jüngsten Lockdown betroffen waren. Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gilt ein eigener Sonderkollektivvertrag. Beschäftigte, die sich freiwillig für diesen Tag melden, bekommen das doppelte Gehalt und einen extra freien Tag. Lehrlinge dürfen nicht beschäftigt werden.

Mit einem extra-langen Einkaufswochenende inklusive »Goldenem Sonntag« solle es gelingen, die Lockdown-Verluste des Handels zumindest ein wenig abzufedern, so die Hoffnung. Damit der Plan aufgeht, fehlt aber noch Entscheidendes – und zwar die entsprechenden Verordnungen von sieben Bundesländern. Konkret sind bislang Wien und Kärnten die einzigen Bundesländer, die die notwendigen Verordnungen vorgelegt haben. In Oberösterreich wurde diese zumindest angekündigt (siehe unten). »Bis übermorgen, 15. Dezember, muss die Personalplanung fixiert werden, da die Handelsbeschäftigten bis dahin das Recht haben, die Arbeitsleistung abzulehnen«, drängt Rainer Will auf schnellstmögliche Klarstellung.

Zuckerln für den oö. Handel

Als kleine Wiedergutmachung für den oberösterreichischen Handel, der noch vier weitere Schließtage zu verkraften hat, hat die Landesregierung einige zusätzliche Unterstützungsmaßnahmen angekündigt. Am ersten offenen Tag, dem Freitag, 17. Dezember, dürfen jene Betriebe, die im Lockdown geschlossen waren, von 6 bis 21 Uhr aufmachen und am Sonntag, 19. Dezember, von 10 bis 19 Uhr. Für den Samstag, 18. Dezember, haben die oö. Sozialpartner eine eigene Vereinbarung getroffen, die ein Offenhalten von 6 bis 19 (statt 18) Uhr gestattet.
Als weitere Maßnahme zur Entzerrung wird ein Gewinnspiel (»Shop & Win in Oberösterreich«) aufgelegt, das das »Christmas-Shopping« bis zum 8. Jänner ausdehnen soll. Wer bis dahin bei einem oberösterreichischen Händler einkauft, der im Lockdown geschlossen haben musste, kann die Rechnung auf www.ooe-weihnachtsshopping.at hochladen. Das Land übernimmt 10.000 der eingereichten Rechnungen bis zu einem Betrag von maximal 200 Euro.

Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner kündigte zudem eine neue Investitionsförderung für kleine Fachhändler und körpernahe Dienstleister an, für die 4 Mio. Euro bereitstehen. Außerdem werde im kommenden Jahr die oö. Nahversorger-Förderung von 2,5 auf 4 Mio. Euro aufgestockt.

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