Verkaufsflächen schrumpfen siebtes Jahr in Fo...

Verkaufsflächen schrumpfen siebtes Jahr in Folge

RegioData

Wie RegioData berichtet, sind die Verkaufsflächen im heimischen Handel 2019 zum sechsten Mal hintereinander geschrumpft. Für heuer wird ein noch stärkerer Rückgang prognostiziert.

Seit 2014 schrumpft Österreichs Einzelhandelsverkaufsfläche, berichtet RegioData. Dabei handelt es sich durchaus um beachtliche Einbußen: Demnach wurden in den letzten Jahren Einzelhandelsflächen in einer Größenordnung von jeweils rund 150.000 m² vom Markt genommen. 2018 betrug der Rückgang 147.000 m², für 2019 ermittelte RegioData Rückgänge von etwa 123.000 m². Per Jahresbeginn 2020 hat der stationäre Handel – gemessen am Höchststand 2013 – damit bereits etwa 8 % der ehemaligen Gesamtfläche eingebüßt.

Heuer fallen 200.000 Quadratmeter weg

Lag die Verkaufsflächendichte 2013 bei knapp 1,8 m² pro Einwohner, sank diese bis 2018 auf einen Wert von 1,65 m² pro Einwohner. Für das Jahr 2020 ist sogar von einem Wert von deutlich unter 1,6 m² pro Einwohner auszugehen. Denn RegioData prognostiziert für heuer sogar eine Verschärfung der Schließungswelle mit einem Rückgang der Fläche um 1,4 % bzw. rund 200.000 m².

Die Erklärung

Jahrelang wuchsen im heimischen Handel die Verkaufsflächen schneller als die Umsätze. Die logische Konsequenz waren sinkende Quadratmeterumsätze und ein zunehmender Standortwettbewerb. Steigende Mieten und Betriebskosten sowie zunehmende Kosten für Personal machten ein ertragreiches Wirtschaften immer schwieriger. Vor allem aber die Abwanderung größerer Umsatzanteile weg vom stationären Handel und hin ins Internet hinterließ Spuren. Dabei ist die Verkaufsflächendichte in Österreich im Vergleich zu anderen europäischen Ländern nach wie vor sehr hoch. Denn unser Land ist für internationale Marken ein attraktiver Markt: Mit der Kaufkraft der Konsumenten ist Österreich können europaweit nur die Schweiz und die Niederlande mithalten.

stats