Unito Group: Erneuter Rekordumsatz

Unito Group: Erneuter Rekordumsatz

Christian Jungwirth/Unito Group
Management der Unito Group: Achim Güllmann (l.) (GF Abwicklung und Steuerung) und Harald Gutschi (r.) (GF Marketing und Sales)
Management der Unito Group: Achim Güllmann (l.) (GF Abwicklung und Steuerung) und Harald Gutschi (r.) (GF Marketing und Sales)

Auch im Geschäftsjahr 2016/17 (per 28. Februar) freut sich die heimische Unito, Tochterunternehmen der Otto Group, über einen Rekordumsatz: 341,2 Mio. EUR.

Mit 341,2 Mio. € erzielte man den höchsten Jahresumsatz der Firmengeschichte. Dabei wächst man seit zehn Jahren profitabel, auch im letzten Jahr lag die realisierte Umsatzrendite im anvisierten Bereich von 3 bis 5 % – und zwar laut Achim Güllmann, Geschäftsführer für Abwicklung und Steuerung, eher am oberen Ende dieser Spanne. Mit der Wachstumsrate von 1,6 % ist man »sehr zufrieden«, hat man doch in diesem Geschäftsjahr viel investiert. So wurden unter anderem 5 Mio. € in Technologie gesteckt, alle Mobile Shops der insgesamt acht Unito-Marken (Universal, Otto, Quelle, Ackermann, Alpenwelt, Lascana, Ideas for Home – früher Schlafwelt – und Sheego) wurden erneuert und modernisiert. Die umsatzstärkste Marke Universal wurde einem kompletten Relaunch unterzogen (Die TZ berichtete in Ausgabe 05/17 ). Der Fokus auf Mobile Commerce ist goldrichtig, stieg der Anteil von Käufen via Smartphone oder Tablet doch gruppenweit im letzten Jahr auf 42 % an. Der gesamte Online-Handel wuchs um 5 % und macht so 303,6 Mio. € vom Gruppenumsatz aus, was einem Anteil von 89 % entspricht. Mittelfristig peilt die Unito einen Anteil von 95 % an. Seit dem Geschäftsjahr 2009/10 hat das Online-Wachstum jedes Jahr durchschnittlich 24,1 % betragen während der Anteil am Print-Umsatz, also dem klassischen Kataloggeschäft, im Schnitt um 17,2 % geschrumpft ist. »Aber«, so Geschäftsführer für Marketing und Vertrieb Harald Gutschi, »in den ersten drei Monaten dieses Jahres merken wir zum ersten Mal seit 15 Jahren, dass die Printumsätze stabil sind.«

Zukunftsvisionen

Eines der interessantesten Zukunftsthemen bei der Otto Group ist das Konzept »Mieten statt Kaufen«. Gerade testet das Unternehmen mit »Otto Now« in Deutschland die Vermietung von Produkten aus den Sortimenten Technik, Haushalt und Sport. Hierzulande soll das Projekt Anfang 2018 umgesetzt werden. Gutschi sieht dabei durchaus auch im Bereich der Textilien Bedarf, etwa bei Anlassmode, Kostümen, Brautkleidern oder Tracht. Aber auch neue Markteintritte stehen im Fokus. So wird die Unito-Gruppe im zweiten Halbjahr 2017 die Marke Otto auf dem Schweizer Markt lancieren. Die Konzernmutter Otto Group verzeichnete ebenfalls ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2016/17 und konnte ein Umsatzwachstum von 5 % auf 12,5 Mrd. € erzielen, der E-Commerce-Anteil macht knapp 7 Mrd. € davon aus. In Österreich erwarten die beiden Unito-Geschäftsführer aufbauend auf den umfassenden Investitionen für das Geschäftsjahr 2017/18 einen Gesamtumsatz von 375 bis 410 Mio. €, bei einem Online-Wachstum von 10 bis 20 %.

»An unserem bereits 2013 definierten Langfristziel von 550 Mio. € Umsatz in 2020/21 halten wir fest«, zeigt sich Gutschi also optimistisch.
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