Umsatzeinbruch: Olymp: Knapp 30 % weniger Ums...
Umsatzeinbruch

Olymp: Knapp 30 % weniger Umsatz

Olymp
Olymp-Standort in Bietigheim-Bissingen bei Stuttgart
Olymp-Standort in Bietigheim-Bissingen bei Stuttgart

Die negativen Auswirkungen der Pandemie bekommt der Hemden- und Blusenspezialist im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich zu spüren: Erstmals seit 25 Jahren verzeichnet Olymp einen Umsatzrückgang.

Angesichts der erschwerten Absatzbedingungen konnte Olymp seinen seit zweieinhalb Jahrzehnten ungebrochenen Wachstum nicht halten. Zum 31. Dezember 2020 verbucht der Produzent von Hemden, Strick-, Wirkwaren und Accessoires einen Umsatz von 191 Mio. € (268 Mio. € Euro in 2019). Die von Kurzarbeit betroffene Belegschaft ist mit über 900 Beschäftigten in Deutschland und Österreich stabil geblieben. Auch bei Maerz München sanken die Erlöse um 24,4 % gegenüber dem Vorjahr auf 23,5 Mio. €. Der seit 2010 zu Olymp gehörende Strickspezialist beschäftigt rund 100 Mitarbeiter in Deutschland und etwa 280 im eigenen Strickwarenwerk in Ungarn. Damit verzeichnet die Olymp-Bezner-Gruppe einen kumulierten Gesamtumsatz von 214,5 Mio Euro in 2020.

Solide Grundlage, um Krise zu überstehen

Als Grund benennt Geschäftsführer Mark Bezner die Kaufzurückhaltung, die infolge der anhaltenden Einschränkungen nicht nur auf nationaler Ebene, sondern auch auf wichtige Exportmärkte drastische Auswirkungen gezeigt habe. Ausgebliebene Geschäftstermine und Anlässe hätten zudem den Bedarf an Business- und eleganten Hemden reduziert. Dennoch bleibt Bezner zuversichtlich: »Die Tatsache, dass Olymp seit jeher im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten auf solider Grundlage und einer hohen Eigenkapitalbasis geführt wird, gibt uns die ermutigende Gewissheit, dieser Krise standhalten zu können.« Die Weiterentwicklungen passten sich den veränderten Konsumentenbedürfnissen an, Olymp habe »in den letzten Jahren nicht nur beträchtlich in legere Freizeit- und lässige Smart-Casual-Hemden diversifiziert, sondern zusätzlich auch Pullover, Polo-, Sweat- und T-Shirts verstärkt und mit großem Erfolg innerhalb des stetig wachsenden Sortiments verankert.«

Hemd bleibt wichtiger Umsatzbringer

Mit der neuen Herbstkollektion 2021 reagiert man auf die gegenwärtigen Marktveränderungen und bringt zahlreiche Neuerungen: »Das Hemd hat auch in Zeiten von Homeoffice und Videokonferenzen nichts an Bedeutung als elementarer Bestandteil der zeitgemäßen Herrengarderobe eingebüßt.« Gefragt seien Attribute wie Tragekomfort, Nachhaltigkeit, Haltbarkeit oder Vielseitigkeit. »Im Vordergrund steht daher die Innovation bei den Businesshemden, die bereits zum Herbst 2020 mit den bequemen Olymp 24/7-Jersey-Hemden, die den Tragekomfort eines T-Shirts aufweisen und gleichzeitig stilvoll sind wie ein Hemd, eingeleitet wurde. Hinzu kommt der Einsatz neuer Materialien wie etwa biologisch abbaubare Lyocell- und Modalfasern, nachhaltig erzeugte Baumwolle sowie erstmals Bio-Baumwolle. Produkte aus zertifizierten Rohstoffen und umweltschonender Fertigung erhalten als klares Erkennungsmerkmal zur Orientierung für den Verbraucher unser neues Label Green Choice

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