Trennung von Mischgeweben: Staatspreis für Te...
Trennung von Mischgeweben

Staatspreis für Textilrecycling-Projekt

NLK Pfeiffer

Die Wiederaufbereitung von Textilabfällen war Anstoß zu einem Forschungsprojekt, an dem auch Salesianer Miettex mitgearbeitet hat. Dabei ging es um die Trennung von Mischgeweben.

Elf Unternehmen, darunter auch das führende österreichische Miettextil-Unternehmen Salesianer Miettex, haben seit 2017 am Projekt »TEX2MAT« gearbeitet. Im Oktober wurde die im Rahmen des ecoplus-Kunststoff-Clusters gestartete Initiative mit dem renommierten Staatspreis für Umwelt- und Energietechnologien in der Kategorie »Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz« prämiert.

Enzyme ermöglichen Wiederverwendung

Mit der Entwicklung eines KMU-tauglichen Prozesses für das Recycling von Mischtextilien konnte die bisherige Barriere – die saubere Trennung der Materialien – überwunden werden. Basis für die Trennung von Mischgewebe ist ein von der Universität für Bodenkultur Wien und TU Wien entwickelter technologischer Ansatz. Bei diesem Vorgang werden Baumwolle und Polyester enzymatisch getrennt, wobei Letztere durch das Wiederzusammensetzen von Polymerketten ein so hohes Niveau erreichen, dass die entstandenen Kunststofffasern wieder versponnen werden können. Die neu entstandenen Materialien werden im Anschluss definierten Qualitätsklassen zugeordnet und entweder für Textilien oder Spritzgießteile verwendet. Der Kreislauf »fibre to fibre« wird erstmalig vollständig geschlossen und Mischgewebe aufbereitet und für neue Produkte wiederverwendet werden.

Kreislaufwirtschaft als Zukunftsfokus

Salesianer will auch künftig an Forschungsprojekten mitarbeiten und mit Know-how und Engagement das Thema Kreislaufwirtschaft unterstützen und vorantreiben, erklärt Thomas Krautschneider, geschäftsführender Gesellschafter Salesianer-Gruppe: »Millionen Tonnen Textilabfall werden jährlich in Europa im Restmüll entsorgt. Dieser Verschwendung möchten wir entgegenwirken und investieren in nachhaltige Projekte und wissenschaftliche Arbeiten. Langfristig sollen dadurch wichtige Ressourcen geschont, aber auch ein mittel- bis langfristiges Umdenken innerhalb der Textilbranche etabliert werden.«

Weitere Projektparter waren die ecoplus Niederösterreichs Wirtschaftsagentur GmbH, der Kunststoff-Cluster, Technische Universität Wien, Institut für Verfahrenstechnik, Umwelttechnik und Technische Biowissenschaften Universität für Bodenkultur Wien, Institut für Umweltbiotechnologie, Dipl.-Ing. Monika Daucher, Ing. Gerhard Fildan GmbH, Herka GmbH, Andritz Fabrics and Rolls GmbH, Multiplast Kunststoffverarbeitung GmbH, Starlinger & Co Gesellschaft m.b.H und Thermoplastkreislauf GmbH.

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