Tom Tailor rechnet erst 2018 mit Besserung

Tom Tailor rechnet erst 2018 mit Besserung

Steffen Schmid/Tom Tailor
Tom Tailor Flagship Store in Stuttgart
Tom Tailor Flagship Store in Stuttgart

Die deutsche Modegruppe Tom Tailor macht derzeit wenig Hoffnung auf baldige Besserung der Geschäftszahlen.

Nach dem Gewinneinbruch 2015 geht die Tom Tailor Group aktuell von keiner Besserung in der nahen Zukunft aus. Für 2016 rechnet man lediglich mit einem stagnierenden EBITDA und einem leicht steigenden Umsatz. Die angepeilte Neuausrichtung des Unternehmens sowie die Maßnahmen zur Kostensenkung würden erst 2018 Wirkung zeigen, so die Modefirma.

»Die Textilbranche durchläuft eine rasante Veränderung. Die Digitalisierung eröffnet neue Angebots- und Service-Welten, zugleich verändern sich Einkaufsverhalten der Kunden und Kaufentscheidungen werden kurzfristiger«, so Dieter Holzer, Vorstandschef von Tom Tailor.

2015

Im vergangenen Jahr war Tom Tailor mit den Marken Tom Tailor und Bonita nur knapp einem Verlust entgangen, wie etwa auch Konkurrent Gerry Weber . Der Konzernumbau und Probleme mit dem neuen Logistiklager seien ausschlaggebend gewesen, wie es heißt. Das EBITDA war um 20 % auf 67,6 Millionen Euro zurückgegangen, netto blieben deshalb nur noch 100.000 Euro in der Kassa. Der Umsatz stieg um 2,5 % auf 955,9 Millionen Euro.

Um aktiv gegensteuern zu können, entschied sich Holzer für Kostensenkungen im Rahmen von etwa 100 Kündigungen in der Verwaltung sowie für die Schließung von 80 bis 100 schlecht laufenden Shops. Zudem will man künftig weniger stark expandieren: Während Tom Tailor 2015 noch 100 Shops neu eröffnete, sollen 2016 bei den Labels Bonita und Tom Tailor nur noch 30 neue Stores ans Ladennetz angeschlossen werden.
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