Tom Tailor mit deutlichem Minus

Tom Tailor mit deutlichem Minus

Der Mainstream-Anbieter Tom Tailor leidet unter dem heißen Wetter. Tochter Bonita erfängt sich nicht und wird zur Disposition gestellt.

Angesichts des heißesten Sommers seit zumindest 250 Jahren muss auch Tom Tailor seine Umsatz- und Ergebniserwartungen nach unten korrigieren. Der ungewöhnlich warme und lange Sommer habe »kombiniert mit einer Vielzahl von Rabattaktionen ab August das Wachstum belastet«, teilt der Hamburger Modekonzern mit. Lag die Umsatzerwartung für das gesamte Jahr 2018 bisher bei rund 900 Mio. Euro, wird nunmehr nur noch ein Wert von um die 850 Mio. Euro erwartet. Gegenüber dem Vorjahresumsatz von 921,8 Mio. Euro wäre das ein Umsatzrückgang von mehr als 9 %. Deutliche Auswirkungen hat die hitzebedingte Flaute auch auf das erwartete operative Ergebnis: Statt bisher 10 % wird nun für die EBITDA-Marge ein Wert von etwa 8 % angepeilt.

Ewiges Sorgenkind Bonita

Doch der verzögerte Start in die Herbstsaison ist zugegebenermaßen nicht das einzige Problem, das Tom Tailor plagt. Die zugekaufte Tochtermarke Bonita erfängt sich auch nach Jahren in der Krise nicht. Bonita habe einen schwierigen Start ins Jahr gehabt, der unter den aktuellen herausfordernden Bedingungen nicht ausgeglichen werden könne. »Zudem nimmt die Modernisierung der Marke Bonita mehr Zeit als erwartet in Anspruch«, teilt der Vorstand mit. »Aufgrund der aktuellen Geschäftsentwicklung wird im Zusammenhang mit dem anstehenden Budgetprozess und der strategischen Langzeitplanung die Werthaltigkeit der Beteiligung sowie der Markenwert grundlegend überprüft werden«, heißt es abschließend.
stats