Todesfall: Ernst Aichinger verstorben
Todesfall

Ernst Aichinger verstorben

FEDAS
Ernst Aichinger hatte erst am 4. Jänner seinen 73. Geburtstag gefeiert.
Ernst Aichinger hatte erst am 4. Jänner seinen 73. Geburtstag gefeiert.

Die europäische Sportbranche trauert um einen ihrer herausragenden Sportfachhändler und Verbandsvertreter: Ernst Aichinger ist am 14. Januar 2021, wenige Tage nach seinem 73. Geburtstag, verstorben.

Ernst Aichinger hat den Charakter der österreichischen, aber auch der europäischen Sportbranche über Jahrzehnte wesentlich mitgeprägt. Als Sportartikelkaufmann mit Leib und Seele war er mit seinem Unternehmen Sport Aichinger in Schwechat Mitglied von Sport 2000, Vorstandsmitglied des VSSÖ (Verband der Sportartikelerzeuger und Sportausrüster Österreichs) langjähriger Obmann des Bundesgremiums des Lederwaren-, Spielwaren- und Sportartikelhandels in der Wirtschaftskammer und bis zuletzt auch auf internationaler Ebene aktiv, etwa im Vorstand der FEDAS (Federation of European sporting goods retail associations – Europäische Vereinigung der Sporthändlerverbände).

»Mit den europäischen Industriepartnern hat er in gemeinsamen Gesprächen in Brüssel die europäische Woche des Sports angestoßen. Im Rahmen dieser EU-Aktivität hat er dafür gesorgt, dass sich seit der Gründung der Woche des Sports in Europa 2015 die beiden europäischen Fachverbände – die FEDAS und die FESI – auf eine gemeinsame erfolgreiche Lobbyarbeit in Brüssel und auf eine branchenbezogene Zusammenarbeit in Sachen Förderung des Breitensports verständigt haben«, schreibt die FEDAS in ihrem Nachruf.

»Im Rahmen seiner Verbandsarbeit für den VSSÖ und die FEDAS legte Ernst Aichinger mit seinen vielfältigen diplomatischen Fähigkeiten, in guter neutraler österreichischer Tradition, gleichzeitig auch die Basis für eine verstärkte Vereinheitlichung der mehrsprachigen Berufsausbildung in der europäischen Sportbranche«, so der Verband.
»Aichinger war in seiner aktiven Zeit als Sportfachhändler – und weit darüber hinaus – stets ein aktiver Förderer seiner heimischen Fachmesse ÖSFA und der Weltmesse der Sportbranche, der ISPO in München. Bei diesen wichtigen Branchenveranstaltungen verstand er es mit Bravour, die internationalen Aspekte seiner Arbeit mit seiner stets vorwärts gerichteten Lobbyarbeit für die Interessen seines Heimatlandes Österreich und dessen Handelsorganisationen zu verschränken. Dabei war er immer auch einer der besten und konsequentesten politischen Lobbyisten.«
Michael Nendwich, Aichingers Nachfolger als Branchensprecher in der WKO, Geschäftsführer des VSSÖ und Managing President der FEDAS: »Unser aller Mitgefühl gilt in den Stunden der Trauer jetzt seiner Frau Veronika und seinen beiden Kindern.«

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