Tarifverhandlungen bei Karstadt vertagt

Tarifverhandlungen bei Karstadt vertagt

Karstadt
Oberpollinger in München
Oberpollinger in München

Bei den Tarifverhandlungen für die Warenhauskette Karstadt am Mittwoch, die mit Rene Benko seit einiger Zeit einen neuen Eigentümer hat, ist es noch zu keiner Einigung gekommen. Im Jänner 2015 sollen die Gespräche weitergehen.

Für die etwa 330 Mitarbeiter der sechs Filialen von Karstadt, die 2015 geschlossen werden, sollen rückwirkend Flächentarifverträge gelten. Somit bekommen die Mitarbeiter ein höheres Entgelt und mehr Arbeitslosengeld. Die anderen Mitarbeiter von Karstadt müssen jedoch weiter bangen: Forderungen nach der Streichung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie nach einer Verlängerung der wöchentlichen Arbeitszeit von 37,5 auf 40 Stunden stehen weiterhin im Raum.

»Da hat sich nichts bewegt. Die harten Verhandlungen zu allen Punkten stehen erst am Anfang«, so Verdi-Verhandlungsleiter Arno Peukes.

Tarifverhandlungen 2015

Anfang 2015 sollen die Tarifverhandlungen bei Karstadt nun in eine neue Runde gehen. Wichtige Verhandlungspunkte sind für die Gewerkschaft Verdi vor allem die Beschäftigungs- und Standortsicherung sowie Gespräche mit dem Management über einen »Zukunftstarifvertrag«, der für alle drei Bereiche von Karstadt gelten solle. Karstadt hatte im Mai 2013 eine »Tarifpause« bestimmt und sich damit Lohnerhöhungen erspart, was Verdi nun wieder beenden will.
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