Gläubiger akzeptieren SanierungsplanStrolz/Lech
Strolz/Lech

Gläubiger akzeptieren Sanierungsplan

Strolz

Die Gläubiger des insolventen Sport- und Modehauses Strolz erhalten eine Quote von 50 %. Der Sanierungsplan ist allerdings noch nicht rechtskräftig.

Die Gläubiger des in Lech am Arlberg ansässigen Sport- und Modehauses Strolz (Strolz GmbH) haben in der Vorwoche mit der erforderlichen Mehrheit den von der Schuldnerin vorgelegten Sanierungsplanvorschlag mit einer Quote in Höhe von 50 % akzeptiert. Rechtskräftig ist der Sanierungsplan aber noch nicht. Über den Wert der Liegenschaften der Schuldnerin gebe es »deutlich voneinander abweichende Ansichten«, berichtete der Kreditschutzverband KSV 1870.

Die Strolz GmbH hat im Dezember infolge des Umsatzeinbruchs durch den Lockdown ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung beantragt. Anerkannten Forderungen von rund 43 Mio. € stehen etwa 33,8 Mio. € an Aktiva gegenüber. Beinahe 240 Gläubiger sind von dem Verfahren betroffen, darunter rund 70 Dienstnehmer. Die Strolz GmbH ist Eigentümerin einer Vielzahl von Liegenschaften, die mit Pfandrechten belastet sind.

Laut KSV gab es sowohl im Vorfeld als auch beim Gerichtstermin massiv unterschiedliche Sichtweisen hinsichtlich der Werte der Liegenschaften. Nicht zustimmende Gläubiger haben die Möglichkeit, innerhalb der nächsten 14 Tage ein Rechtsmittel einzubringen.

Die Strolz GmbH betreibt insgesamt sieben Filialen in Lech, Zürs und Stuben.
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