Strandmeister: Accessoires-Profi made in Aust...

Strandmeister: Accessoires-Profi made in Austria

Bereits drei Filialen betreibt das heimische Herrenmoden-Start-up Strandmeister in Österreich: Man hat sich auf hochwertige Herren-Accessoires spezialisiert.

Galerie: Strandmeister-Store

Strandmeister: Ein österreichisches Start-up in der Herrenmoden-Branche? Von Null auf drei Filialen in knapp über einem Jahr? Ein wahrlich merkwürdiger Firmenname? Das macht neugierig! Beginnen wir bei den Protagonisten. Drei Männer - zwischen 25 und 28 Jahre jung - lernten sich vor Jahren beim gemeinsamen Arbeitgeber kennen: P&C Wien, Ausbildung zum Handelsfachwirt. Auf die Freundschaft folgte die Idee, etwas gemeinsam auf die Beine zu stellen. Ob Band, Bar oder ganz was anderes stand anfangs noch nicht fest. Nur der Name war gesetzt: Strandmeister. Robin Wagner, gebürtig in Stuttgart und nach Eigendefinition »der Zahlenmensch und der Deutsche im Team« klärt auf: »Wir alle sind tierlieb und haben mal eine Doku über See-Elefanten gesehen. Das männliche Alphatier in der Gruppe wird Strandmeister genannt. Ein zoologischer Begriff, der uns zur Namensgebung inspirierte.« Ein bisschen Recherche und man stieß auf Roland. Der war Star im Berliner Zoo - damals, 1935. Sein Schwarz/Weiß-Foto schmückt als Leuchtposter die Rückwand hinter Kassa und Packtisch. Denn das Trio einigte sich auf ein Storekonzept, gründete im November 2015 und eröffnete im Februar 2016 in der SCS. Der zweite Streich folgte im Donauzentrum und im heurigen April ging man in der PlusCity auf 140 m² an den Start. Um was geht’s? »Wir machen in Männeraccessoires, wir kümmern uns um die Alpha-Bullen«, erläutert Wagner schmunzelnd. Und weiter: »All das, was die Konkurrenz so nebenbei als Randsortiment führt, wollen wir in den Fokus stellen. Sortimentskompetenz ist unsere Basis, dazu liefern wir eine Beratungsleistung, die der Kunde offensichtlich gerne hätte, aber andere nicht leisten.«

Accessoires-Profi

Als Concept Store möchte man nicht bezeichnet werden, denn das bedeute oft, man hätte von allem ein bisschen was. Die Bezeichnung »trendorientierter Accessoires-Profi für alles, was das Männeroutfit ergänzt« gefällt da schon viel besser. Der Ladenbau stammt von Vrana Shopdesign (Phyra, NÖ) und steht laut Projektleiterin Andrea Bräuer unter dem Motto »jugendliche Leichtigkeit und stilvoller Gentleman« - denn auch das kann man in den Wortmix von Strand und Meister hineininterpretieren. Raphael Kern aus Baden bei Wien ist für Auswahl und Einkauf der Ware zuständig, sozusagen der Sortimentskurator. Aktuell setzt er auf Fliegen von Blick, Hosenträger von Lloyd, Taschen von Ucon Acrobatics, Lederwaren von Aunts & Uncles, nachhaltig produzierte Rucksäcke von Pinqponq oder Legwear von Falke, Burlington sowie Happy Socks. Zu entdecken gibt's weiters Body-, Lounge- und Beachwear von Diesel, Wäsche von Hilfiger, Lacoste und Calvin Klein oder Badeshorts von Shiwi. Dazu Sonnenbrillen von Kapten & Son, Uhren von Komono und Männerschmuck von Hooked - eine Aufzählung, die nicht den Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Könnte Strandmeister auch eine Innenstadt beleben? Da ist Robin Wagner, zuständig für Business Development und Ansprechpartner für horizontale und vertikale Kooperationen, realistisch: »Unser Konzept ist prädestiniert für Shoppingcenter. Wir wollen offene Fronten ganz ohne Auslagen und Bremse - wir brauchen den barrierefreien, niederschwelligen Zugang zu unserem Sortiment. Als Marke, die noch niemand kennt, tut man sich in einem Centerumfeld viel leichter, Vertrauen beim Kunden aufzubauen.« Dritter im Bunde ist der Wiener Christopher Magbanua. Er kümmert sich um die Abläufe des täglichen Business und die Mitarbeiter. Übrigens: Bei Strandmeister spricht man nicht von Verkäufern. Hier ist man POS-Agent!
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