Sports Direct weiter im Rückwärtsgang

Sports Direct weiter im Rückwärtsgang

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Download von www.picturedesk.com am 12.02.2020 (15:17). General view of a Sports Direct branch in Oxford Street, London. The chain is owned by Mike Ashley's Sports Direct group. Picture date: Wednesday August 21, 2019. Photo credit should read: Matt Crossick/Empics - 20190821_PD7057
Download von www.picturedesk.com am 12.02.2020 (15:17). General view of a Sports Direct branch in Oxford Street, London. The chain is owned by Mike Ashley's Sports Direct group. Picture date: Wednesday August 21, 2019. Photo credit should read: Matt Crossick/Empics - 20190821_PD7057

Österreich bleibt für den Diskonter Sports Direct weiterhin ein schwieriges Pflaster. Auch im Geschäftsjahr 2018/19 wurden Filialen geschlossen. Der Umsatz fiel unter 100 Mio. €.

Der Schrumpfkurs beim Diskonter Sports Direct ist hierzulande auch im Geschäftsjahr 2018/2019 (per Ende April) weitergegangen. Zwei weitere Filialen wurden geschlossen, von einst 50 Geschäften waren zum Stichtag nur noch 26 übrig. Die Mitarbeiterzahl sank von 1.053 auf 877 Personen. Unter den alten Eigentümern – der Gründerfamilie Eybl – lag der Personalstand im Jahr 2012 noch bei knapp 2.200 Mitarbeitern.

Der Umsatz ging von 105 Mio. auf 97 Mio. € zurück. Zum Vergleich: Bis zum Verkauf an Sports Direct war die Sport-Eybl-Gruppe als Marktführer in Österreich unterwegs, im Geschäftsjahr 2010/11 lag der Umsatz von Sport Eybl/Sports Experts noch bei 338 Mio. €. Immerhin haben die sinkenden Kosten der Österreich-Tochter zum dritten Mal seit dem Markteinstieg im Jahr 2013 einen kleinen Gewinn beschert. Der Jahresgewinn von Sports Direct Austria lag 2018/19 bei 1,2 Mio. €, nach einem Gewinn von 323.000 € im Jahr davor. Unterm Strich ist die Österreich-Expansion bisher aber ein finanzielles Debakel: Das negative Eigenkapital liegt bei rund 116 Mio. €. Sports Direct Austria kann aber auf die finanzielle Unterstützung der britischen Mutter zählen. Der Fortbestand ist nach eigenen Angaben gewährleistet.

Konzept geändert

Sports Direct hatte bisher mit seinem Konzept – hoher Eigenmarkenanteil und Diskonterpreise – wenig Erfolg in Österreich und adaptierte zuletzt das Sortiment: »Der Wandel der Konzernstrategie zu einem höheren Fremdmarkenanteil, mehr Premiumprodukten und strategischen Partnerschaften mit Markenlieferanten, die Verstärkung der Vertriebskonzentration auf größere Flächen (Flagshipstores) und die Entwicklung einer besser an lokale Key-Märkte angepasste Marktbearbeitung stimmen uns optimistisch und werden mittel- und langfristig auch zu einer Steigerung der Umsätze in Österreich führen«, schreibt das Unternehmen in seinem Lagebericht. Die eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen inklusive weitere Kostensenkungen würden das Ergebnis »zukünftig entlasten«.

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