Sports Direct schafft Turnaround in Österreic...

Sports Direct schafft Turnaround in Österreich

Erstmals seit der Übernahme von Sport Eybl hat Sports Direct hierzulande schwarze Zahlen geschrieben. Knapp aber doch.

Sports Direct hat in Österreich im Geschäftsjahr 2016/17 (per 30. April) erstmals schwarze Zahlen geschrieben. Das zeigt der Jahresabschluss, der der APA vorliegt.

Aufgrund zahlreicher Filialschließungen ging der Umsatz zwar um 7 % auf 132,5 Mio. Euro zurück (zur Erinnerung: Eybl hatte einst noch fast 340 Mio. € umgesetzt). Dank sinkender Kosten drehte das Jahresergebnis aber von -44,4 Mio. Euro im Jahr davor auf einen Jahresgewinn von 682.000 Euro. Die Zahl der Filialen ging von 42 auf 36 zurück, die Zahl der Mitarbeiter sank deutlich überproportional um 415 auf 1469.

»Negative Berichterstattung ist der Grund«

Trotz dieser leicht positiven Tendenz bleibt der Österreich-Ausflug des britischen Sporthandelsdiskonters ein Desaster: Die Bilanzverluste summieren sich bisher auf 125,4 Mio. Euro. Wie schon im Vorjahr macht die Geschäftsführung von Sports Direct die Medien für den Umsatzrückgang verantwortlich: »Die negative Medienberichterstattung in Österreich verhindert nach wie vor eine nachhaltige Erholung der Umsatzentwicklung«, heißt es im Jahresabschluss.

Die Manager zeigen sich für die Zukunft optimistisch, weil der Wandel der Konzernstrategie zu einem höheren Fremdmarkenanteil, mehr Premiumprodukten und strategischen Partnerschaften sowie zur Verstärkung der Vertriebskonzentration auf größeren Flächen bereits positive Ergebnisse zeige. Dies werde »mittel- und langfristig auch zu einer Steigerung der Umsätze in Österreich führen«.
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