Social Media: So posten Händler in der Krise
Helmut Eder
Screenshot: https://www.instagram.com/helmutedermode/
Screenshot: https://www.instagram.com/helmutedermode/

Not macht erfinderisch: Um trotz temporärer Schließung der stationären Läden den Kontakt mit den Kunden zu halten, setzt Österreichs Modehandel auf kreative Ideen.

Trotz, oder gerade auf Grund der räumlichen Distanz zu den eigenen Kunden, finden Österreichs Modehändler aktuell zahlreiche kreative Ideen, um in den sozialen Netzwerken auf sich aufmerksam zu machen.

Um seiner Community auf Instagram ein »Erlebnis für alle Sinne zu ermöglichen«, rief das Kaufhaus Steffl seine Kampagne #STEFFLhomeStories ins Leben. Die Inhalte reichen – je nach Wochentag variierend – von Style Challanges über Live Home Work-Outs bis hin zu Food-Tipps von Experten der Sky Bar und des Sky Restaurants. Am Samstag und Sonntag erwarten die Instagram-User Pflegetipps für Mode und Accessoires, damit die Freude an den eigenen Lieblingsteilen möglichst lange erhalten bleibt.  

Kastner&Öhler postet unter dem Hashtag #supportyourlocalbusinesses und richtet sehr persönliche Worte an die eigenen Kunden. Zudem wirbt die Kaufhauskette für Rabatte auf verschiedene Produktgruppen im eigenen Online-Shop.

Bei Stift Mode in Tulln wollte man eigentlich das 200-jährige Firmenjubiläum feiern. Die Krise zwang Modehaus-Chefin Nina Stift letztlich dazu, das Fest abzusagen. Nun stellt sie auf Facebook die schönsten Stücke für Frühling/Sommer vor. In kurzen Videos spricht sie über aktuelle Trends und gibt Modetipps. Immer mit dabei ist ihre »Corona-Hose«, eine Jogging-Pant mit plakativem Mustermix.

Auch bei Ina Schulz in Wien werden die Kundinnen via Social Media über neue Trends informiert. Inhaberin Verena Weinzetl zeigt besonders schöne Looks in den Instagram Stories des Kanals. Lieblingsteile werden auch gerne kostenlos versendet, ein Anruf oder E-Mail genügt.

Wer seine Frühlingsgarderobe mit kompletten neuen Outfits aufstocken möchte, kann bei Mode Mittermayr eine »Outfit-Box« bestellen. Der Service wurde neu eingeführt, auf der Instagram-Page bekommen Kunden Einblicke in den Erstellprozess einer solchen Box. Der Inhalt des Paketes wird individuell auf die Wünsche des jeweiligen Kunden abgestimmt, gerne können auch ganz bestimmte Artikel, die beispielsweise auf Social Media gesehen wurden, bestellt werden. Vor dem Versand erfolgt eine Abstimmung mit dem Kunden via E-Mail oder Whatsapp. Der Service ist absolut kostenlos – auch die Kosten für Versand und Rückversand trägt das Modehaus.

Einen ähnlichen Service bieten Kolm Moden mit der »Outfitbox« sowie Mode von Feucht unter dem Motto »#sofashopping«. Via E-Mail können die Kunden bei Kolm Modeneine entsprechende Box anfragen. Bei Feucht wendet man sich telefonisch an die »Fashion-Nummer«. Danach wird jeweils der Wunschinhalt abgeklärt.

Auch am Instagram-Kanal von Penz Mode werden die Highlights der aktuellen Kollektionen geteilt. Was gefällt, kann gerne versandkostenfrei via E-Mail bestellt werden.

Helmut Eder aus Kitzbühel spricht sich mittels Instagram-Beitrag, der den Hashtag #StayHome zeigt, dafür aus, den Anweisungen der Politik Folge zu leisten und zu Hause zu bleiben. Wer sich dennoch auf einen »virtuellen Einkaufsbummel« begeben möchte, könne sich gerne via Anruf, SMS oder Whatsapp-Nachricht an das Team des Modehändlers wenden. Im Anschluss werden Fotos der Kollektionshighlights übermittelt, die gerne geshoppt werden dürfen.

Besonders kreative Ideen zeigt Stögmüller Mode auf dem eigenen Instagram-Kanal. Die Frage »Was macht unser Team zurzeit?« klärt man mit Bildern und Statements des eigenen Teams in den IG-Stories. Do it yourself-Ideen, um die eigenen Lieblingsjeans zu verschönern, finden die Kunden ebenso wie die Möglichkeit, mittels Bestellformular einen Gutschein für das Modehaus zu erwerben.

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